Auf dem Zahnarztstuhl sitzen ist wie Elfmeterschießen!

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In der Tat gibt es angenehmere Dinge als einen Zahnarztbesuch. Um jedoch im Ernstfall die höchstmögliche Kostenübernahme durch die Krankenkassen für eine Zahnbehandlung oder einen Zahnersatz zu erhalten, sind regelmäßig Kontrolltermine nötig. Für Menschen mit Zahnarztangst können bereits diese Termine eine immens hohe Herausforderung darstellen. In vielen Fällen kann aber schon durch eine kleine Veränderung des Blickwinkels die Angst rapide gemindert werden.

 

Ich kann nichts frühstücken

Für viele Betroffene beginnt der Horrorfilm bereits am Vorabend des Zahnarzttermins oder in der Nacht. Nach einer schlaflosen Nacht geht es unausgeruht weiter. Ein Klient beschrieb es einmal so: „Ich stehe morgens gerädert auf und habe ein flaues Gefühl im Magen. Das ist so schlimm, dass ich nichts frühstücken kann“.

 

Kalte schweißnasse Hände

Der Klient beschrieb weiter: „Ich steige in mein Auto und fahre zu dem Zahnarzttermin. Während der Fahrt wächst meine Angst und meine Hände werden kalt und schweißnass. Beim Betreten der Zahnarztpraxis wird es noch schlimmer. Mein Hemd bekommt unter den Armen Schweißflecken, für die ich mich dann auch noch schäme“. So ähnlich schildern auch andere Klienten ihre körperliche Empfindung bei einem Zahnarztbesuch. Für viele steigert sich die Angst noch weiter durch das Warten im Wartezimmer, den eigentümlichen Geruch einer Zahnarztpraxis oder das leise Geräusch des Bohrers aus einem Behandlungszimmer.

 

Auf dem Zahnarztstuhl

Auf dem Zahnarztstuhl erreicht die Zahnarztangst dann meistens ihren Höhepunkt und entlädt sich in Tränen, körperlicher Starre oder der Weigerung, den Mund zu öffnen. Nicht selten kommt es vor, dass Zahnarzttermine an dieser Stelle abgebrochen werden.

 

Elfmeterschießen

In einigen Fällen lässt sich die Zahnarztangst durch eine Neubewertung der Situationen beziehungsweise mit einem einfachen Vergleich abschwächen, wenn nicht sogar ganz ablegen. Während einer EMDR Sitzung kam es bei dem vorgenannten Klienten zu einem interessanten Vergleich auf emotionaler Ebene. Als aktiver Fußballer verglich er, in dem dritten Durchgang der EMDR-Winkbewegungen, die wahrgenommene Anspannung auf dem Zahnarztstuhl mit seinen Vorbereitungen zu einem Strafstoß.

In beiden Situationen ist er angespannt und konzentriert. Den Anlauf zu einem Strafstoß verglich er mit seinem Weg zu der Zahnarztpraxis. Das Treten gegen den Ball war für ihn vergleichbar mit dem Platz nehmen auf dem Zahnarztstuhl.

Und danach, SCHUSS! Der Ball geht in das Tor (der Zahnarzt findet nichts) oder der Torwart vereitelt seinen Schuss (der Zahnarzt führt eine Behandlung durch). Aber egal wie der Elfmeter ausgeht, danach geht es weiter.

Alleine durch diesen kleinen Vergleich der beiden Situationen war es ihm möglich für einen anstehenden Zahnarzttermin Ressourcen zu aktivieren, die ihm einen angstfreien Zahnarztbesuch ermöglichten.

Manchmal ist es viel leichter seine Angst vor Zahnbehandlungen abzulegen, als man annimmt.

 

 

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