Der tägliche Broterwerb

Ein berufstätiger Mensch verbringt täglich rund ein drittel seiner Zeit damit, für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Da diese Zeit von vielen Menschen als fremdbestimmt erlebt wird, wird Arbeit stellenweise auch als Belastung oder als notwendiges Übel empfunden, welches mit dem Eintritt in das Rentenalter schlagartig geheilt wird.

 

Objektive Stressauslöser

Aber wieso wird Arbeit als Belastung oder gar als Übel empfunden? Häufig liegt dies an sozialen, physischen oder psychischen Stress auslösenden Reizen, die im Arbeitsumfeld wahrgenommen werden und denen vermeintlich nicht ausgewichen werden kann. Reizüberflutung, Leistungs- und Zeitdruck, mentale Überforderung, Arbeitsüberlastung, Lärm, Konflikte und mehr werden als objektive Stressauslöser betrachtet.

 

Einstellung zur eigenen Arbeit

Bei den meisten vorgenannten Faktoren handelt es sich bei näherer Betrachtung jedoch um subjektive Stressoren, die durch die Art und Weise entstehen, wie Menschen Dinge bewerten beziehungsweise mit ihnen umgehen.

Wie wäre es, an dieser Stelle eine weitverbreitete Annahme zu hinterfragen, die da lautet: Arbeit ist unangenehm und Freizeit ist angenehm. Welche Veränderung der inneren Einstellung zur eigenen Arbeit könnte entstehen, wenn eine wertfreie innere Haltung gegenüber dem täglichen Broterwerb eingenommen werden würde?

 

Arbeiten müssen

Ein weiteres Kriterium das den täglichen Broterwerb erschweren kann, ist der Gebrauch des kleinen Wortes „müssen“ in unserer Sprache.

Das Wort deutet darauf hin, dass etwas gezwungenermaßen und nicht freiwillig getan wird. Weiterhin erzeugt die Verwendung der Wörter „muss, beziehungsweise müssen“ ein Gefühl von Druck, der letztendlich Stress auslöst.

Wenn Sie sich die Aussage „Ich muss arbeiten.“ einmal näher betrachten und sie hinterfragen, werden Sie eventuell feststellen, dass dem nicht so ist. Unter dem Strich möchten Menschen eine schönere Wohnung, ein Haus, ein größeres Auto oder eine schöne Reise. Wie wäre es also, an dieser Stelle das Wort „muss“ durch „möchte oder mag“ zu ersetzen und dem Ganzen auf diese Weise einen angenehmen Sinn zu geben.

Also nicht „Ich muss arbeiten, um meine Rechnungen zu bezahlen.“, sondern „Ich mag arbeiten, damit ich reisen kann und neue Kulturen kennenlerne.“

 

Freude an der eigenen Arbeit

Welche Einstellung Sie zu Ihrer eigenen Arbeit haben und was Sie darüber denken, entscheidet letztendlich darüber, wie angenehm Sie Ihre Arbeit empfinden und welche Qualität Ihre Leistung hat.

Abschließend fällt mir noch eine Frage in Bezug auf berufliche Zufriedenheit ein, die Ihnen eventuell noch einen Denkimpuls gibt: „Würde ich das, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene, auch ohne Bezahlung tun?“

Souveränes Verhalten ist lernbar!

Kundenbewertungen meiner Arbeit: Xing Coachprofil Peter Hupke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.