Die mittlere Führungsebene – ein Leben zwischen Hammer und Amboss!

Die mittlere Führungsebene – ein Leben zwischen Hammer und Amboss!

Ein elf- bis zwölfstunden Arbeitstag ist für viele Angestellte auf der mittleren Führungsebene Alltag geworden. Häufig bleibt die Beachtung dieser Arbeitsleistung aus – es gibt eher noch Konflikte im privaten Bereich, da Beziehungen, Familie und der Ausgleich in der Freizeit zu kurz kommen.

 

Zwischen Hammer und Amboss

Menschen mit einem ausgeprägten Perfektionismus haben es auf der mittleren Führungsebene besonders schwer. Neben ihrer Fehlersensibilität und den leistungsbezogenen Zweifeln kommen als dritter belastender Faktor die sozial auferlegten Erwartungen hinzu. Hat ein Manager Aktien in allen drei Sparten, sind gesundheitliche Folgeschäden nur eine Frage der Zeit.

Die mittlere Führungsebene hat die Aufgabe, die strategischen Ziele in operative Ziele und Prozesse für die unteren Ebenen zu übersetzen. In meiner Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich mittlere Manager oft eingeengt fühlen.

Aus der Wahrnehmung der mittleren Führungsebene kommt das Top-Management teilweise mit unrealistischen Zielsetzungen und baut Druck zur Umsetzung auf.

Die der mittleren Führungsebene unterstellten Führungskräfte beklagen hohe Belastungen und mangelnde Ressourcen. Und zu guter Letzt ist da noch die Familie oder eine Beziehung, die Ansprüche stellt.

Der Manager auf der mittleren Führungsebene muss Erwartungen erfüllen und Fehler ausgleichen. Dabei kann er es keiner Seite wirklich recht machen.

 

Reflexion, wann denn?

Viele Führungskräfte auf der mittleren Führungsebene gehen in der alltäglichen operativen Arbeit unter. Auf der Strecke bleibt die Zeit über ihre Arbeit und sich selbst in Ruhe zu reflektieren und sich Gedanken über die Mitarbeiter und die Zukunft des zu verantwortenden Bereichs zu machen.

Sie merken zwar, dass sie im Tagesgeschäft über ihre Grenzen gehen, sehen aber keine Möglichkeit, wie sie den Überblick und die Handlungskompetenz wiedererlangen können.

 

Kleine Schritte

Eine große Veränderung beginnt meistens mit kleinen Schritten. Ein Anfang könnte sein, bewusst die Mittagspause für einen Spaziergang zu nutzen oder täglich 15 bis 30 Minuten „offline“ zu sein um sich zu sortieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

 

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