FROHE WEIHNACHTEN UND EINEN GUTEN START INS NEUE JAHR

Dichter, bunt geschmückter Weihnachtsbaum_Fotolia_47190517_XS_©-Smileus-Fotolia.com

Mit dieser kurzen Geschichte aus dem Buch “Der Geschichtenerzähler oder das Geheimnis des Glücks” von Joel ben Izzy wünsche ich Ihnen/dir und Ihren/deinen Angehörigen besinnliche Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr.

Optimismus und Pessimismus

Es lebte einmal ein König, der hatte Zwillingssöhne.

Obwohl diese genau gleich aussahen, waren ihre Charaktere so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

Der eine war ein überzeugter Pessimist, der andere ein unverbesserlicher Optimist.

Als sie älter wurden, befand der König, dass es für beide an der Zeit sei, sich mit der jeweils anderen Lebenseinstellung zu beschäftigen.

Er hatte sich überlegt, sie mit Geschenken so weit zu bringen.

Für den Pessimisten begab er sich zum königlichen Goldschmied.

“Ich möchte, dass man ihm die edelste Uhr anfertigt, die je gemacht worden ist”, sagte er. “Geld spielt keine Rolle. Juwelen, Diamanten, Gold, Platin – alles bitte nur vom Feinsten. Und sie muss zu seinem Geburtstag fertig sein.”

Für den Optimisten ging er zum königlichen Gärtner.

“Am Morgen seines Geburtstages soll er am Fuß seines Bettes einen Riesenhaufen Stallmist vorfinden.”

Der Geburtstag kam. Voller Vorfreude machte sich der König auf und ging zu dem Pessimisten. Dieser saß mürrisch auf seinem Bett, die wundervolle Uhr in der Hand haltend.

“Wie gefällt dir dein Geschenk?”, fragte der König.

“Ganz gut”, antwortete der Pessimist. “Allerdings finde ich sie ein bisschen kitschig. Außerdem ist das einer dieser Gegenstände, die einem früher oder später gestohlen werden oder verloren gehen. Sie könnte auch zu Bruch…”

Der König hatte genug gehört und ging zum Optimisten, der vor Freude kaum zu halten war. Als der Vater den Raum betrat, rannte der Sohn auf ihn zu und umarmte ihn.

“Oh, danke, Vater, vielen Dank! Genau das habe ich mir gewünscht!”

Erstaunt fragte der Vater den Sohn, wofür er so dankbar sei.

“Wofür? Aber Vater, für das Pferd natürlich!”

 

 

 

 

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