Ich bin gescheitert, na und!?

Mit diesem Artikel möchte ich an meinen Beitrag Wenn ich mir bewusst vornehme zu versagen und das auch mache, inwieweit habe ich dann versagt? aus dem September 2013 anknüpfen.

Scheitern ist alltäglich

Angenommen dem Scheitern würde das Tabumäntelchen des Status- und Gesichtsverlustes abgenommen und es würde als das betrachtet, was es ist, nämlich die mögliche Alternative zum Erfolg, wie schlimm wäre es dann noch, zu scheitern? Und wie könnte dann ein angstfreier und konstruktiver Umgang mit dem Scheitern aussehen, und welche Chancen zur persönlichen Entwicklung wären möglich?

 

Scheitern als Herausforderung

Eine häufige Reaktion auf ein Scheitern ist Verdrängung. Durch das Verdrängen findet keine Auseinandersetzung mit der Situation statt, was dazu führen kann, dass der gleiche Fehler noch einmal gemacht wird. Eine andere Reaktion kann sein, dass eine Entscheidungsstarre einsetzt. Aus der Angst heraus eine falsche Entscheidung zu treffen, wird keine Entscheidung getroffen, obwohl auch das eine Entscheidung ist. Beide Reaktionen sorgen dafür, dass das Sammeln von wertvollen Erfahrungen vermieden wird. Brauchbar wäre an dieser Stelle, das Scheitern zu akzeptieren und als Herausforderung anzunehmen, um einen bewussten Lernprozess zu initiieren.

 

Prozesse

Bevor eine Neuausrichtung und –positionierung stattfinden kann, muss das eigene Scheitern akzeptiert werden und die unerreichten Ziele losgelassen werden. Wenn ein Mensch feststellt, dass er in Bezug auf ein Ziel oder eine Aufgabe gescheitert ist, kann einer oder mehrere der nachfolgenden interpersonellen Prozesse angestoßen werden.

 

Schock:

Die Erkenntnis des eigenen Scheiterns sorgt für Orientierungs- und Fassungslosigkeit. Häufig kommt es zu körperlichen Reaktionen wie zum Beispiel Erregung oder Erstarrung.

 

Aggression:

Es wird mit aller Gewalt und allen Mitteln gegen das Scheitern angekämpft, meistens ohne Rücksicht auf Verluste.

 

Verleugnung:

Das Geschehen wird verleugnet oder schön geredet, und es wird die Hoffnung hochgehalten, die Ereignisse rückgängig zu machen.

 

Trauer:

Die bisherige Realität wird betrauert. Von Personen, Objekten oder Idealvorstellungen wird würdevoll Abschied genommen.

 

Die Sonne scheint auch weiterhin

Der Refrain des Liedes „Sonne“ von Farin Urlaub lautet:Traurig sein hat keinen Sinn. Die Sonne scheint auch weiterhin. Das macht den Schmerz ja so brutal, die Sonne scheint, als wär’s ihr egal. In meinem bisherigen Leben verlor ich Kundenaufträge, wurde entlassen, erlebte sportliche Niederlagen, erlitt gesundheitliche Rückschläge, strapazierte Freundschaften und scheiterte in Beziehungen. Einige Erkenntnisse die ich aus meinen Erlebnissen zog und die mir halfen weiterzumachen liste ich hier kurz auf. Eventuell ist etwas Brauchbares für Sie dabei.

  1. Erfolg und Scheitern gehören untrennbar zusammen.
  2. Absolut nichts ist selbstverständlich.
  3. Nicht um jeden Preis an dem eigentlichen Ziel festhalten. Eingestehen, dass der eingeschlagene Weg eine Sackgasse ist und los lassen.
  4. Für einen Misserfolg kann vieles verantwortlich sein und ich übernehme meinen Teil der Verantwortung.
  5. Welche bisher unbeachteten Möglichkeiten ergeben sich durch meinen Misserfolg?
  6. Mein Ziel an Hand des Ist-Zustandes korrigieren.
  7. Wenn nichts mehr geht Unterstützung holen.

 

Souveränes Verhalten ist lernbar!

Kundenbewertungen meiner Arbeit: Xing Coachprofil Peter Hupke

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