Ich bin im Stress!

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Ich bin im Stress“ oder „Das stresst mich!“ sind Sätze die jeder schon einmal gehört hat oder vielleicht sogar selbst schon einmal sagte. Sehen wir jemanden der unfreundlich oder ungeduldig ist, versehen wir ihn häufig mit dem Etikett „gestresst“. Aber ist wirklich alles stressig, was wir so bezeichnen, und welche Auswirkung hätte es auf unser Leben, wenn wir sparsamer mit dieser Negativierung wären? 

 

Was ist Stress?

Stress ist eine generelle körperliche Aktivierung, die als Reaktion auf eine Gefährdung entsteht und den gesamten Organismus auf „Kampf oder Flucht“ vorbereitet. Die Evolution hat dafür gesorgt, dass die Stressreaktion als Kampf-oder Flucht-Reaktion sehr effektiv abläuft.

 

Wie entsteht Stress?

Stress wird in der Regel durch Situationen/Ereignisse ausgelöst. Solche Stress auslösenden Situationen nennt man auch Stressoren. Stressoren können sein: äußere Umstände (Lärm, Hitze, Kälte, usw.), äußerliche Ereignisse (z. B. Verletzungen), negative Gefühle (Angst, Anspannung, usw.), Worte eines anderen Menschen (Vorwurf, Kritik, usw.), Wahrnehmungen (Unfall, Überfall, usw.), aktuelle Gedanken, Erinnerungen.

 

Stressreaktionen können in drei Ebenen unterschieden werden:

  • Mentale Reaktionsebene (Gedanken und Gefühle)
  • Reaktion im Verhalten
  • Körperliche Reaktionen

Stress entsteht, wenn die Spannung im Organismus zunimmt. Er ist vergleichbar mit einem Gaspedal, das im Leerlauf schnell durchgetreten wird. Die Drehzahl erhöht sich schlagartig. Typische körperliche Veränderungen sind geistige Aktivierung, Anspannung der Muskulatur, flacher schneller Atem, schwitzen, höherer Blutdruck, beschleunigter Puls.

 

Was kann helfen?

In der westlichen Welt ist das Ursache-Wirkungs-Denken die normale Vorgehensweise, wenn es um die Erklärung von Dingen, Situationen und Tatbeständen geht, weil sich dieses Denken in den Naturwissenschaften als sehr nützlich erwiesen hat. Einem solchen linear-kausalen Denken entsprechend finden wir die Bestimmungsgründe für Stress meistens in einer Person, einem Umfeld oder einer Situation.

Was würde sich ändern, wenn diese bekannte und vertraute Denkstruktur verlassen wird?

 

Perfektionismus verringern

Überprüfen Sie Ihre Ansprüche an sich selbst und Ihre eigene Leistung. Ein Mensch, der häufig „ich muss“ oder „ich sollte“ denkt und von sich verlangt, immer alles unter Kontrolle zu haben, gerät schneller und leichter unter Stress als ein Mensch, der seine eigenen Grenzen und die anderer Menschen akzeptiert.

 

Problem oder Herausforderung?

„Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zu dem Problem.“ (Captain Jack Sparrow, Fluch der Karibik)!

Täglich werden wir mit Problemen konfrontiert, die bedrohlich wirken. Gelingt es, das Problem als Herausforderung zu betrachten unter der Fragestellung: „Welche Herausforderungen habe ich in meinem Leben bereits gemeistert?“ oder „Wo war ich erfolgreich?“, verliert das Problem den Schrecken und lösungsorientiertes Handeln ist möglich.

 

Innere Distanz

Ein stressiges Ereignis kann schnell persönlich genommen werden. Um dies zu vermeiden, ist eine innere Distanzierung hilfreich. Fragen, die dabei helfen, lauten:

  • Wie werde ich morgen, in einem Monat oder in einem Jahr darüber denken?
  • Was denkt ein Mensch, den diese Situation weniger belastet als mich?

 

Schwarz-weiß Denken

Wer in „richtig oder falsch“, „schwarz oder weiß“ oder „gut oder böse“ denkt, kann das Wesentliche aus dem Blick verlieren. Die zwei Seiten einer Medaille zu betrachten ist gut, jedoch ist es empfehlenswert, den Blick auf das zu richten was in der gegebenen Situation funktioniert.

 

Schwarzmalen

Es kann schnell passieren, dass das Aktuelle mit der eventuell empfundenen tiefschwarzen Färbung in die Zukunft projiziert wird. Mit anderen Worten: es bleibt genauso wie es im Moment ist, und die Zukunft wird katastrophal.

Fragen, die diesen Zustand vermeiden können und die Aufmerksamkeit auf Handlungsoptionen lenken sind:

  • Was wird im schlimmsten Fall passieren?
  • Wie schlimm ist das Schlimmste wirklich für mich?

 

Wofür ist es gut?

In einer stressigen und belastenden Situation fällt dies besonders schwer. Geben Sie dem scheinbar sinnlosen Geschehen einen Sinn. Hierdurch wird das Gefühl der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins minimiert.

 

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