Leben mit den Konsequenzen

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Nicht das Treffen einer Entscheidung ist das, was schwer fällt, sondern das Vertrauen in ein Leben mit den Konsequenzen.

Menschen die sich am Anfang eines Veränderungsprozesses befinden, scheuen oft das Treffen von Entscheidungen. In der Regel ist es jedoch nicht das Treffen einer Entscheidung, die einem Menschen schwer fällt, es ist vielmehr das Leben mit den Konsequenzen, die eine Entscheidung nach sich ziehen.

In vielen Fällen holen sich diese Menschen zu der Begleitung bei der Entscheidungsfindung Unterstützung von außen. Ob das nun ein Verwandter, ein Freund oder professionelle Begleitung ist, das Eröffnen anderer Blickwinkel auf eine Thematik ist in der Regel hilfreich.

 

Geteiltes Leid ist doppeltes Leid!

Es kann jedoch auch vorkommen, dass Menschen in Entscheidungsprozessen ihre Probleme einem Außenstehenden schildern und hoffen, dieser löst diese dann für sie. Steigt die beratende Person darauf ein und übernimmt das Problem teilweise oder auch ganz, kommt es zu drei Effekten, die für beide schmerzlich werden können:

 1. Um den Lerneffekt gebracht

Die beratende Person trifft die Entscheidung und setzt diese dann auch um. Sie übernimmt somit die Verantwortung für das Problem und die Lösung. Der Mensch, der das Problem ursprünglich hatte, wird dadurch um den entsprechenden Lerneffekt und die damit verbundene persönliche Entwicklung gebracht.

2. Anmaßend

Das Übernehmen der Entscheidung durch die beratende Person kann von der hilfesuchenden Person als anmaßend oder bevormunden empfunden werden. Durch dieses „Ich weiß, wie du dein Leben zu leben hast“ kommt es schnell zu Konflikten.

3. Versinken im Leid

Der Begleiter kennt das Problem aus eigener Erfahrung gut und hat es eventuell noch nicht verarbeitet oder ist charakterlich, zu schwach um den nötigen Halt zu geben. Ist das der Fall wird der Begleiter in den Problemstrudel gerissen und geht mit dem Probleminhaber unter.

Die Verantwortlichkeit gilt es klar abzugrenzen und auch zu wahren.

 

Glauben – Erfahrung – Wissen

Empfehlenswert ist es, bei der Entscheidungsfindung auf vorhandenen Ressourcen aufzubauen. In unserer Gesellschaft heißt es: „Wissen ist Macht“! Wie aber kommt nun ein Mensch zu seinem Wissen, das ihm bei einer Entscheidung helfen könnte?

 

Am Anfang steht der Glaube.

Durch das Lesen von Büchern und auf anderen theoretischen Wegen eignet sich ein Mensch Wissen an. Er glaubt zu „wissen“, wie etwas funktioniert.

 

Erfahrungen sammeln als Zwischenschritt.

Im Glauben, dass das theoretische Wissen auf alle möglichen Eventualitäten vorbereitet, kommt es zu einigen Praxistests. Hier stellt sich heraus, was von dem theoretischen Wissen, von dem man glaubt es sei hilfreich, tatsächlich brauchbar ist.

 

Wissen ist Macht.

Ein altes Sprichwort lautet: „Versuch macht klug“ und so ist es auch. Aus den gesammelten Erfahrungen entsteht das individuelle Wissen eines Menschen. Aus diesem Wissen generiert der Mensch nun Verhaltensmuster, die ihm dabei helfen, Entscheidungen zu treffen.

 

Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten

Das Treffen einer Entscheidung hat nicht nur Auswirkungen auf das eigene Leben, sondern auch auf das Umfeld. Es ist somit schier unmöglich, ALLE Konsequenzen in Betracht zu ziehen. Für Menschen in Veränderungsprozessen ist es empfehlenswert, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zur Bewältigung und in ein Leben mit den Konsequenzen zu haben.

 

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