Meine Arbeit bereitet mir Freude!

Die Einstellung eines Menschen zu seiner Arbeit beeinflusst stark sein gesundheitliches Wohlbefinden. Die erkannte Sinnhaftigkeit in der eigenen Arbeit wirkt motivierend und beugt einem möglichen Burnout-Prozess vor. Darüber hinaus steigt die Leistungsfähigkeit und Erfolge werden erzielt, was sich positiv auf das Selbstwertgefühl auswirkt.  

 

Einstellung zur Arbeit

An der amerikanischen Universität Yale haben Forscher umfassende Untersuchungen zu der grundlegenden Einstellung zur Arbeit durchgeführt. Eine Erkenntnis aus diesen Untersuchungen ist, dass der Schlüssel zur persönlichen Einstellung zur Arbeit in der Hand eines jeden Einzelnen liegt. Nicht die Art der Arbeit ist dafür entscheidend, sondern vielmehr die Frage, in wie weit das tägliche Tun mit den eignen Werten in Verbindung gebracht werden kann. Die grundlegende Einstellung zur Arbeit lässt sich in drei Prägungen kategorisieren.

 

Arbeit als Job

In dieser Ausprägung wird die tägliche Arbeit als lästige Pflicht betrachtet, der es so schnell als möglich zu entkommen gilt. Es wird Dienst nach Vorschrift gemacht und geringer persönlicher Einsatz führt dazu, dass die eigene Arbeit als noch weniger sinnvoll wahrgenommen wird. Sehnsüchtig wird auf den Feierabend, das Wochenende oder dem nächsten Urlaub gewartet. Die zentrale Frage dieser Einstellung zur Arbeit ist: „Wann habe ich (endlich) wieder frei?“

 

Arbeit als Karriere

„Schneller – höher – weiter“ lautet die Devise dieser Ausprägung. Die Arbeit wird als Mittel zum Zweck betrachtet um damit zum Beispiel Erfolg, Anerkennung oder einfach materiellen Wohlstand zu erreichen. Nicht selten haben Perfektionisten diese Ausprägung, die dazu führen kann, dass das Arbeitsleben als Lauf im Hamsterrad empfunden wird. Darüber hinaus ist der Wettkampf um Lob und Anerkennung unglaublich kräftezehrend. Lesen Sie hierzu: Das Streben nach Lob und Anerkennung hält klein.  

 

Arbeit als Berufung

Die eigene Arbeit hat Sinn und Bedeutung. Sie wird als sinnvoller Beitrag zu einem größeren Ganzen wahrgenommen. Ganz nach dem Motto „In meiner Arbeit setze ich meine Stärken für etwas Sinnvolles ein“, identifiziert sich der Arbeitende mit den Werten und Zielen des Unternehmens. Im Gegensatz zu den beiden vorgenannten Ausprägungen empfindet derjenige, der seine Arbeit als Berufung wahrnimmt, diese weniger als Pflicht. Vielmehr ist die Arbeit eine innere Erfüllung.

 

Die eigene Einstellung ändern

Ob ein Mensch seine Arbeit als Job, Karriere oder Berufung betrachtet, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit seinen persönlichen Werten und Zielen. Für den Fall, dass Sie Ihre Einstellung zu Ihrer Arbeit überdenken wollen, habe ich nachfolgend eine Übung, die Ihnen dabei behilflich sein kann. Nehmen Sie ein Din A4 Blatt im Querformat und schreiben Sie auf die linke Seite untereinander verschiedene Aufgaben oder Tätigkeiten, die Sie im Rahmen Ihrer täglichen Arbeit machen (müssen). Notieren Sie Tätigkeiten, die Ihnen Freude bereiten, ebenso wie die Tätigkeiten, die Sie für wenig bis gar nicht sinnvoll halten. Denken Sie auch an die Routineaufgaben. Wenn Sie Ihre Liste erstellt haben, nehmen Sie die erste Tätigkeit und beantworten die folgenden Fragen:

  • Was ist der Nutzen hinter dieser Tätigkeit?
  • Welchem Ziel dient es, wenn ich diese Tätigkeit ausführe?
  • Was wird damit sichergestellt?

Ziehen Sie nun von der Tätigkeit einen Strich nach rechts und schreiben Sie das Ziel beziehungsweise den Nutzen hinter die Tätigkeit. Wenn Ihnen dies zu unwichtig erscheint, fragen Sie sich weiter:

  • Wofür ist das gut?
  • Welcher Wert steckt in einem größeren Zusammenhang dahinter?
  • Was wird damit erreicht?

Schreiben Sie auch diese Antworten wieder auf. Gehen Sie bitte erst zu der nächsten Tätigkeit, wenn Sie bei dem Beantworten der Fragen bei einem Wert angelangt sind, der Ihnen persönlich besonders wichtig ist. Das Muster in Kurzform: Tätigkeit – Nutzen – persönlicher Wert.  

 

Wenn Sie Ihre Tätigkeiten nach dem vorgenannten Muster bearbeitet haben, werten Sie Ihre Antworten für sich aus. Welche Werte erscheinen häufiger? Welche Ergebnisse überraschen mich? Was ist mir vertraut oder bekannt?  Abschließend verknüpfen Sie die Tätigkeit so mit dem für Sie wichtigen Wert, dass Sie bei der nächsten Ausübung der Tätigkeit selbst, nicht die Tätigkeit sondern den dahinter liegenden Wert sehen.  

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und freue mich auf Ihre Anregungen, Erfahrungen und Fragen.

 

 

 

 

 

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