Mit Informationen hinter dem Berg halten

harassment and gossip

Welcher Angestellte, gleich auf welcher Hierarchieebene, hat dies nicht schon einmal erlebt: Im Flurfunk hört man Gerüchte über Veränderungen im Unternehmen, aber niemand weiß etwas Genaues. Die Folge ist, dass Mitarbeiter anfangen ihre Arbeit mit Unsicherheit zu erledigen oder gar in eine Art Starre zu verfallen. Auch Leistungsträger haben es in solchen Situationen schwer, mit Durchhalteparolen die Fahne hoch zu halten, da niemand genau weiß wie es weitergeht. Die monetären Folgen für ein Unternehmen durch blockierte Arbeitskräfte sind katastrophal.

 

Sensibel für Stimmungen

Menschen nehmen Stimmungen sensibel wahr. In einem Unternehmen merken Mitarbeiter schnell, wenn der Wind kälter wird und ernsthafte unternehmerische Entscheidungen anstehen. Anstatt den Informationsfluss im Unternehmen zu steuern, ist es leider in vielen Unternehmen immer noch gang und gäbe, dass sich die Geschäftsführung und eventuell die Leitungsebenen in ihren Elfenbeinturm zurückziehen und die Mitarbeiter über zukünftige Entscheidungen im Unklaren lassen.

 

Aus der Praxis

Dass es aber auch anders geht, verdeutlicht das nachfolgende Beispiel aus meiner Coachingpraxis:

Der Marketingleiter eines mittelständischen Unternehmens hatte die Aufgabe, für die wichtigsten Kunden des Unternehmens eine Veranstaltung zu organisieren, bei der neue Produkte imposant präsentiert werden sollten. Da das Unternehmen jedoch in den zurückliegenden Quartalen Umsatzrückgänge verzeichnete, wurde das Budget für die Veranstaltung schon weit im Vorfeld stark verknappt und herkömmliche Aktionen waren damit nicht mehr bezahlbar.

Es ging nun darum, mit den Teammitgliedern Altes über Bord zu werfen und neue Ideen für ein ansprechendes Kundenevent zu generieren.

Damit alle an einem Strang zogen, begann der Marketingleiter schon Monate vor der Veranstaltung, die Brisanz der unternehmerischen Veränderungen und seine eigene Betroffenheit in seinem Team zu kommunizieren.

Dieses Verhalten war für ihn bis zu diesem Zeitpunkt komplett neu. Vor dem Coaching hielt er mit Informationen hinter dem Berg, was zu ängstlichen Mitarbeitern führte, die weder kreativ noch innovativ arbeiteten.

Seit er angefangen hatte, seine Kommunikation transparent zu gestalten, hat sich auch sein Ansehen bei seinen Mitarbeitern positiv verändert.

 

Transparenz

Um als Führungsperson glaubwürdig und kompetent zu sein, ist es nötig, für Transparenz zu sorgen. Dies ist möglich, indem in einem Gespräch klare Fakten benannt und Emotionen transportiert werden. Des Weiteren ist das eigene Anliegen präzise zu formulieren und es sind konkrete Handlungsvorschläge zu benennen.

 

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