Mitarbeiterautonomie durch Zielvereinbarungen

Mitarbeiterautonomie durch Zielvereinbarungen

In meiner Arbeit mit vertrieblichen Fach- und Führungskräften werde ich häufig mit dem Thema Zielvereinbarung konfrontiert. Sei es, dass Vertriebskräfte ihre Ziele nicht erreichen und darunter leiden, oder dass Führungskräfte ihre Vertriebsmitarbeiter „immer“ zur Zielerreichung anhalten müssen und dies als anstrengende und sinnlose Tätigkeit wahrnehmen.

Aus beiden Blickwinkeln betrachtet, hat diese Vorstellung einer Zielvereinbarung einen erzieherischen Charakter, der Sanktionen beinhaltet. Doch damit verliert eine Zielvereinbarung an Wirkungskraft.

 

Mit Zielvereinbarungen führen

Zielvereinbarungen sind einfache Mittel in der Personalführung und zur Unterstützung der Mitarbeiterautonomie. Zielvereinbarungen dienen auch dazu, Mitarbeitern Freiräume zu schaffen. Sie haben auch den Zweck, eine Vereinbarung zu treffen, nach der sich der Vorgesetzte und der Mitarbeiter auf Weniges und Wesentliches konzentrieren.

In einer brauchbaren Zielvereinbarung tauschen sich die beiden Parteien, neben dem zu erreichenden Ziel, auch über die übergeordnete Unternehmensstrategie und den Einfluss der Zielerreichung auf diese, über Zielkonflikte, Prioritäten, über Nebenbedingungen, vorhandene oder benötigte Ressourcen und Zeitrahmen aus.

Hierbei kommt es nur auf die beiden beteiligten Personen und auf die zwischen ihnen getroffenen Vereinbarungen an und nicht auf das Zielsystem des gesamten Unternehmens.

Erfolgreiche Unternehmen leben von einem engen Verhältnis zwischen Vorgesetzten und deren Mitarbeitern. Herrscht eine große Distanz zwischen ihnen oder mangelt es an Kommunikation, sind Probleme vorprogrammiert.

 

Mitarbeiterautonomie

Während der Mitarbeiter an der Erreichung seiner Ziele arbeitet, kann sich der Vorgesetzte grundsätzlich aus dem Thema heraushalten und sich anderen Aufgaben zuwenden. Auf dem Weg zur Zielerreichung ist das Einrichten von Zwischenzielen und der zeitweise Abgleich sinnvoll. So kann der Mitarbeiter seine Freiräume ausschöpfen und feststellen, was er aus eigener Kraft erreicht hat und wo er Unterstützung von seinem Vorgesetzten benötigt.

 

Tipps, um mit Zielvereinbarungen zu führen:

  1. Es muss klar sein, woran man sich innerhalb der Zielvereinbarung orientiert.
  2. Zielerreichung erfolgt in Etappen. Deshalb ist es sinnvoll, innerhalb der Zielvereinbarung Zwischenergebnisse zu definieren.
  3. Beachten Sie bei der Formulierung einer Zielvereinbarung mögliche Zielkonflikte oder Widersprüche.
  4. Ziele können auch verfehlt oder nur teilweise erreicht werden. Es gibt keine Selbstverständlichkeit oder mathematische Gewissheit die die Erreichung von Zielen gewährleistet. Fehler und Misserfolge dürfen sein. Entscheidend ist: Wie gehen die Betroffenen damit um, und welche Lehren werden daraus gezogen?

 

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