Nehmen Sie es sportlich!

Wer im Vertrieb arbeitet und Kunden oder Projekte akquiriert, ist täglich mit der Eventualität eines NEIN zu seinem Produkt oder seiner Dienstleitung konfrontiert. Aber nicht nur Menschen im Vertrieb geht es so. In vielen alltäglichen Situationen gibt es die Möglichkeit, ein NEIN von dem Gegenüber zu hören. Ob das nun das NEIN zu einer Idee innerhalb eines Projektteams ist oder ein NEIN zu der Bewerbung auf den idealen Job bei dem Wunschunternehmen, häufig wird ein NEIN als Ablehnung der eigenen Person betrachtet, was dazu führen kann, dass das Selbstwertgefühl geschwächt wird.

 

Selbstreflexion nach einem „NEIN“

Ein NEIN kann als Ablehnung betrachtet werden oder als innere Aufforderung, den vorhandenen Blickwinkel zu verändern. Aus der Gewohnheit heraus passiert eher das Erstere als das Letztere. Den bekannten Blickwinkel verändern bedeutet, sich für Neues zu öffnen und eventuell uralte Glaubenssätze zu hinterfragen.

 

Fragen, die in Bezug auf ein NEIN zur Selbstreflexion behilflich sein können:

  1. Wie groß oder klein war die Sympathie beziehungsweise Antipathie zwischen meinem Gesprächspartner und mir?
  2. Habe ich hingehört, was mein Gesprächspartner wollte oder habe ich zu viel geredet?
  3. Habe ich verstanden, was meinem Gesprächspartner wichtig war?
  4. Wurde das Gespräch von mir durch Fragen geführt oder brachte ich überwiegend Argumente?

Eine kritische Selbstreflexion ist in Bezug auf die persönliche Entwicklung auf jeden Fall sinnvoll.

 

Nehmen Sie es sportlich!

Gleich ob Sie Ihrem Gesprächspartner die Verantwortung für ein NEIN geben oder Sie an Ihrer kommunikativen Kompetenz zweifeln, beides ist wenig hilfreich. Fakt ist, dass Sie Ihren Gesprächspartner mit Ihrer Information nicht erreicht haben.

In einem Kommunikationsprozess gibt es mindestens zwei Beteiligte. Eventuell haben Sie Ihren Gesprächspartner einfach nur zu einem falschen Zeitpunkt angesprochen. Zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt wäre das Gespräch vielleicht anders gelaufen.

Es kann viele Erklärungen geben, weshalb Sie von Ihrem Gesprächspartner ein NEIN zu hören bekamen. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, versuchen Sie herauszufinden, weshalb Ihr Gesprächspartner NEIN sagte, und nutzen Sie dieses gewonnene Wissen für kommende Gespräche mit der Person, beziehungsweise zur Optimierung Ihrer kommunikativen Fähigkeiten in ähnlichen Situationen.

Frei nach Sepp Herberger „Nach dem Gespräch ist vor dem Gespräch“.

Souveränes Verhalten ist lernbar!

Kundenbewertungen meiner Arbeit: Xing Coachprofil Peter Hupke

 

2 Antworten auf Nehmen Sie es sportlich!

  • W.Schneider sagt:

    Weshalb das Nein im Verkauf so in den Vordergrund gespielt wird? Ich persönlich sage immer Nein, wenn mir etwas nicht passt! und das ohne Skrupel.
    Ich bemerkte beim Begleiten mit Verkäufern im Verkauf, dass die meisten Verkäufer eher Schwierigkeiten mit der Selbstsicherheit haben.

    • Peter Hupke sagt:

      Lieber Herr Schneider,

      vielen Dank für Ihre Meinung die meinen Artikel mit einem wertvollen Hinweis in Richtung Selbstsicherheit bereichert.

      Ist ein Mensch seiner (Selbst-) Wertigkeit bewusst, ist es für ihn um ein vielfaches leichter seiner Selbst sicher zu sein und mit einer möglichen Ablehnung die in einem Nein mitschwingt umzugehen.
      Oder mit anderen Worten ausgedrückt, eine Mangel an Selbstsicherheit/-wert erhöht die Gefahr ein Nein als persönliche Ablehnung zu interpretieren.

      Ich wünsche Ihnen in Ihrer Arbeit weiterhin einen hohen Wirkungsgrad

      Peter Hupke

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