Perfekte Strategien

Perfektionisten haben ein Talent Ideen im Ansatz zu stoppen. Für sie selbst und die Unternehmen für die sie tätig sind, kann das tiefgreifende Folgen haben. Mit welchen Strategien sie dieses machen möchte ich hier etwas näher erläutern.

 

Bedenkenstrategie

Greift ein Perfektionist zu der Bedenkenstrategie, könnte das wie folgt aussehen.

„Wir hatte schon einige Systemumstellungen. Bisher hat jede Umstellung mehr gekostet und mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant. Denken Sie nur an die Umstellung im letzten Jahr. Können Sie sicherstellen, dass diese Umstellung nicht schon wieder Mehrarbeit erzeugt und hohe Kosten entstehen, die wir aktuell gar nicht abschätzen können?“

Perfektionisten leiten Veränderungen gerne selbst und in für sie kontrollierbaren Schritten ein. Veränderungen die ihnen von anderen angetragen werden erzeugen häufig Widerstand, da diese ihren bekannten und liebgewonnenen Ablauf stören.

 

Strategie des Aussitzens

Die einfachste Strategie ist die des Aussitzens. Die Mittel, um Ideen auszusitzen sind umfangreich, und die Vorgehensweise ist immer gleich. Eine gute Idee verfügt über einen Reifegrad und somit auch über einen idealen Zeitpunkt der Umsetzung.

Wird dieser Zeitpunkt durch Aufschieben überschritten, hat es der Ideengeber schwer, seine Idee noch einmal aufzugreifen.

Hier einige Beispielsätze dieser Strategie:

  • Ich/wir benötigen noch mehr Informationen.
  • Nennen Sie uns doch bitte weitere Details.
  • Lassen Sie uns erst dieses Projekt abschließen, bevor wir diese Idee aufgreifen.
  • Um die Idee umzusetzen, sollten wir ein Projektteam bilden. Aber einen gemeinsamen Termin zu finden wird vermutlich schwer.

 

Verwirrungsstrategie

Die Verwirrungsstrategie geht am besten auf, je mehr Informationen es zu einem Thema gibt. Perfektionisten möchten gerne alles bis ins kleinste Detail beschrieben haben. Und je mehr Informationen und Details auf dem Tisch liegen, desto unübersichtlicher wird das Ganze.

Perfektionisten stellen nun zu dem einen oder anderen Detail Fragen und konstruieren dadurch eine Ursache-Wirkungskette, welche zur allgemeinen Verwirrung und Verunsicherung führt.

Hier einige Beispiele:

  • Wie sieht es mit unserer Datenarchivierung aus, wenn wir neue Hardware aufstellen?
  • Welche Erfahrungen gibt es bereits hierzu?
  • Was passiert wenn…?

Für den Ideengeber birgt die Beantwortung dieser Fragen Fallstricke. Die Beantwortung der Detailfragen trägt zur Verwirrung der Anwesenden bei, da diese häufig nicht genau wissen, um was es geht. Werden die Fragen jedoch nur knapp beantwortet, kann der Eindruck von Unwissenheit oder verheimlichten Aspekten entstehen.

Sicherlich gibt es neben den vorgenannten Strategien noch weitere. Jedoch sind es die hier aufgeführten, die am häufigsten vorkommen.

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Klientenmeinungen: Xing Coachprofil Peter Hupke

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