Perfektion als Antreiber

Perfektion als Antreiber

Die belastende Ausprägung des Perfektionismus wird in der Regel aus der Angst heraus geboren etwas falsch zu machen. Ein großes Manko ist, dass diese Angst über hastige und getriebene Aktivitäten in die Passivität führt.

Der Perfektionist fürchtet, eine falsche Entscheidung zu treffen, was dazu führt, eine Aktivität nach der Anderen anzustoßen, ohne zum Ende zu kommen. Er weiß nicht, wann er genug überarbeitet und geprüft hat. In den meisten Fällen wird aus einem Irgendwann ein Nirgendwann.

 

Jedes Problem hat eine eindeutige Lösung.

Perfektionisten glauben zu wissen, dass es für jede Frage eine spezifische und klare Antwort gibt, dass jedes Problem eine eindeutige oder eine „beste“ Lösung hat. Ein „ungefähr“ kommt für sie nicht in Frage.

 

Sei perfekt!

In seiner Angst sucht der Perfektionist nach Sicherheiten, die er in Regeln und Ordnungen zu finden hofft. Er setzt auch alles daran, diese zu vervollkommnen. Aber nicht die Sicherheit an sich wird angestrebt, sondern die Sorge vor Unvollkommenheit und Unordnung. Er fürchtet sich vor Chaos und Unbekanntem. Der Antreiber heißt: „Sei perfekt“ dann hast du alles unter Kontrolle.

 

Das sollten wir regeln!

In Unternehmen höre ich häufig Sätze und Fragen wie: „Das sollten wir regeln“ oder „Was steht dazu im Handbuch?“. Ein Perfektionist traut niemandem, am wenigsten sich selbst! Hinter der Maske des alles überblickenden Machers steckt häufig ein unsicherer Mensch, der aus Angst vor Fehlern immer weitere Informationen sammelt, um bloß keine Entscheidung treffen zu müssen.

 

Mut, neue Wege zu beschreiten

Zum Leben und der eigenen Entwicklung benötigt ein Mensch Risikobereitschaft und Mut. Ohne diese beiden Attribute gäbe es keine Entwicklung und keinen Fortschritt. Gleich ob im privaten oder beruflichen Umfeld, in der Regel sind es Fehler, die uns in unserer Entwicklung weiter bringen.

Seminar am 20.06.2015: Perfektionismus zielführend und stressfrei einsetzen

 

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