Umgang mit Ärger und Frust

Menschen gehen mit Rückschlägen, frustrierenden Situationen und Druck unterschiedlich um. Diejenigen die stressige Situationen souverän bestehen, bezeichnet man auch als mental stark beziehungsweise resilient.

Resiliente Menschen tun sich mit Veränderungen leicht, wodurch sie emotional stabil sind und körperlich und psychisch gesund leben. Durch diese Fähigkeit sind sie beruflich auch zufrieden und erfolgreich.

Resilienz

In Wikipedia habe ich eine wunderbare und einfache Beschreibung des Wortes „Resilienz“ gefunden: „Ein anschauliches Beispiel für Resilienz im engeren Sinn ist die Fähigkeit eines Stehaufmännchens: Es kann sich aus jeder beliebigen Lage wieder aufrichten. Schematisch kann man sich diese Art von Resilienz auch als Teilmenge des Zustandsraumes vorstellen, innerhalb dessen ein System nach einer Störung immer wieder zum „Grundzustand“ zurückkehrt. Ein eng verwandter Begriff ist Selbstregulation.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz  

In der Psychologie werden einige Faktoren genannt, die die Resilienz beeinflussen. Diese Faktoren sind: Akzeptanz, Emotionen, Optimismus, (Selbst-)Wahrnehmung, Kontrollüberzeugung, (Selbst-)Wirksamkeit, soziales Umfeld. Resilienz und ihre beeinflussenden Faktoren können zur Verbesserung der Ärger- und Frustverarbeitung trainiert werden. Jedoch kann die Veränderungsarbeit von automatisierten Denk- und Verhaltensmustern zeitintensiv sein.

 

Trainings-Tipps

Resilienz-Faktor Akzeptanz:

Veränderungen sind Teil des Lebens. Resiliente Menschen akzeptieren Veränderungen, wodurch Krisen als überwindbare Lebensphasen gesehen werden. Es fällt ihnen auch leicht zu akzeptieren, dass es nicht immer sofort eine Lösung gibt und dass sie nicht auf jede Frage eine Antwort haben (müssen).

Das Training der Akzeptanzfähigkeit ist eine große Herausforderung. Ob das nun eigene Eigenschaften, Verhaltensweisen von anderen Personen oder Umwelteinflüsse sind, manches lässt sich nur langsam oder vielleicht gar nicht verändern. Anstatt zu jammern oder zu klagen ist es sinnvoll, in solchen Situationen den eigenen Blickwinkel zu verändern und zu schauen, was durch die aktuelle Situation möglich wird. Durch die Fokusverschiebung wird eine Akzeptanz der gegebenen Umstände möglich.

 

Resilienz-Faktor Emotionen:

Resiliente Menschen nehmen positive Ereignisse bewusster und stärker wahr als negative Erlebnisse. Dadurch geben sie angenehmen Emotionen mehr Raum. Eine Übung, um seine Aufmerksamkeit auf positive Ereignisse zu richten, ist das Führen eines Tagebuches. Notieren Sie sich jedoch nur die positiven Ereignisse, und wenn es nur Kleinigkeiten wie das Aufhalten einer Tür oder ein nettes Telefonat sind. Eine weitere Möglichkeit finden Sie hier:  positiver Sinn.

 

Resilienz-Faktor Optimismus:

Optimismus befähigt resiliente Menschen dazu, in schwierigen oder belastenden Situationen davon auszugehen, dass sie die Situation gut durchstehen werden. Durch Optimismus steigt die Frustrationstoleranz. Resiliente Menschen sind in der Lage, in schwierigen Situationen länger durchzuhalten, da sie mit einem guten Ausgang der Situation rechnen. Um den eigenen Optimismus zu trainieren ist es hilfreich, seine eigenen Glaubenssätze zu hinterfragen und gegebenenfalls zu verändern. Hier finden Sie eine Möglichkeit zu der Arbeit mit Glaubenssätzen: Zweifel wegen falscher Entscheidung.

 

Resilienz-Faktor (Selbst-) Wahrnehmung:

Resiliente Menschen bewerten sich selbst positiv und sind sich ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst. Sie machen sich dadurch unabhängig von der Anerkennung anderer. Lesen Sie hierzu auch: Das Streben nach Lob und Anerkennung hält klein!.

Auch die Wahrnehmung und die Selbstwahrnehmung lassen sich trainieren. Die Selbstwahrnehmung geht Hand in Hand mit dem Selbstwert. Eine Möglichkeit, wie Sie Ihren Selbstwert und somit auch Ihre Selbstwahrnehmung ausbauen können, finden Sie hier: Selbst-Wert.

 

Resilienz-Faktor Kontrollüberzeugung:

Menschen mit einer ausgeprägten Kontrollüberzeugung führen eingetretene Ereignisse auf die eigenen Handlungen zurück. Sie haben die Überzeugung, Situationen beeinflussen und steuern zu können. Sie nehmen keine Opferrolle ein, sondern übernehmen Verantwortung für ihre Situation. Dadurch fühlen sie sich nicht machtlos oder der Situation ausgeliefert.

Auch der Faktor Kontrollüberzeugung lässt sich trainieren. Einige Bereiche im Leben können nicht verändert werden, wie zum Beispiel der Tod eines nahestehenden Menschen. Hier ist keine Kontrolle möglich. Was jedoch möglich ist, ist die Kontrolle über die Bedeutung, die Sie einem Ereignis geben, den Fokus den Sie wählen und den nächsten Schritt, den Sie unternehmen werden. Auch die eigene Kontrollüberzeugung lässt sich trainieren. Hier eine mögliche Übung: Nehmen Sie eine Situation aus Ihrem beruflichen Umfeld, die negative Folgen hatte. Überlegen Sie, welche Maßnahmen nötig gewesen wären, damit die Situation hätte vermieden werden können. Überlegen Sie weiterhin, welche Maßnahmen nötig gewesen wären, damit die Folgen weniger schlimm ausgefallen wären.

 

Resilienz-Faktor (Selbst-)Wirksamkeit:

Menschen mit einer ausgeprägten Selbstwirksamkeit sind überzeugt, dass sie Situationen und Aufgaben selbst meistern können und sehen in potenziellen Stressauslösern eine Herausforderung. Selbstwirksamkeit entsteht, wenn Menschen ihre Erfolge den eigenen Fähigkeiten zuschreiben oder wenn sie aus dem sozialen Umfeld für ihre Fähigkeiten positives Feedback erhalten.

Eine Möglichkeit, die eigene Selbstwirksamkeit zu trainieren, ist ein Rückblick auf bisherige Erfolge. Machen Sie sich bewusst, dass Sie selbst durch Ihre Fähigkeiten in der Vergangenheit für den Ausgang von schwierigen Situationen gesorgt haben.

 

Resilienz-Faktor Soziales Umfeld:

In schwierigen Lebensphasen können auch Familienangehörige, Freunde oder Kollegen als Ressource die eigene Resilienz-Fähigkeit stärken. Alleine die Annahme, dass das soziale Umfeld Hilfe leisten könnte, stärkt die psychische Widerstandsfähigkeit. Soziale Beziehungen möchten gepflegt werden, man könnte auch von einem Beziehungskonto sprechen auf das Einzahlungen erfolgen, die im Bedarfsfall abgehoben werden können. Gehen Sie daher aufmerksam und respektvoll mit Ihrem sozialen Umfeld um.

 

Souveränes Verhalten ist lernbar!

Kundenbewertungen meiner Arbeit: Xing Coachprofil Peter Hupke

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