Und nachts beiße ich mir an meinem Problem die Zähne aus!

Und nachts beiße ich mir an meinem Problem die Zähne aus!

Viele Betroffene erhoffen sich durch eine angefertigte Aufbissschiene einen Schutz vor der weiteren Schädigung ihrer Zähne. Die Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich und die Kiefergelenkschmerzen werden vertrauensvoll an den Osteopathen adressiert. Und oft sind diese Maßnahmen auch von kurzfristigem Erfolg gekrönt. Die Regel ist jedoch, dass sich nach einigen Wochen oder Monaten die Verspannungen, Schmerzen und die Zahnschädigungen wieder einstellen.

 

Umgang mit Belastungen

Die Ursache für das Zähneknirschen, die Verspannungen und die Schmerzen liegt in den meisten Fällen in einer ausbaufähigen Stressverarbeitungsstrategie. Ähnlich wie bei Einschlaf- beziehungsweise Schlafstörungen arbeitet das Gehirn auf Hochtouren und hält so den gesamten Organismus in Gang. Der vergangene Tag wird wieder und wieder durchdacht mit Fragen wie

  • Hätte ich bloß…
  • Es wäre besser gewesen, wenn…
  • Wie wäre es gewesen, wenn…
  • Wieso hat er/sie sich bloß so verhalten?
  • usw.

Oder es werden zukünftige Ereignisse als schwer, unüberwindbar oder als angsteinflößend betrachtet. Gedanken, die hier häufig auftauchen, sind

  • Wie soll ich das bloß schaffen?
  • Was ist wenn ich meinen Job verliere?
  • Wie soll es weitergehen wenn mich meine Frau/mein Mann verlässt?
  • Wer kümmert sich um…, wenn ich krank werde?
  • usw.

 

Volksmund

Häufig tritt das Zähneknirschen temporär auf und findet sich in unserer Sprache in einigen Formulierungen wieder, die tagsüber ausgesprochen und nachts wortwörtlich genommen werden. Hier einige Beispiele

  • Da habe ich mich festgebissen.
  • Daran beiße ich mir die Zähne aus.
  • Das gibt mir wirklich zu Beißen.
  • Daran habe ich schwer zu kauen.

Manchmal ist der Stress jedoch so lange anhaltend, dass das Zähneknirschen zu einem treuen, jedoch unbrauchbaren Begleiter wird.

 

Was tun?

Oft lassen sich bereits mit kleinen Übungen große Veränderungen herbeiführen. Eine kleine Übung finden Sie zum Beispiel hier: Positiver Sinn.

Durch diese Übung wird der vergangene Tag noch einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und es findet eine positiv gestimmte Ausrichtung auf den nächsten Tag statt.

 

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