Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Der Satz „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, hat sich in unserer Gesellschaft etabliert. Häufig wird dieser Satz im Management in Bezug auf die Arbeitsleistung von Mitarbeitern benutzt oder von Perfektionisten, die ihren Kontrollzwang rechtfertigen müssen.

Wenn wir uns den Satz einmal näher betrachten und hinterfragen, aus welcher Intention heraus er von Menschen benutzt wird, kommen wir in fast allen Situationen zum Misstrauen.

Mit anderen Worten: Ein Mensch täuscht Vertrauen in die Leistung und das Wirken eines Anderen vor, kontrolliert ihn aber, weil er zu wissen glaubt, dass sein Vertrauen sowieso missbraucht wird. Davon abgesehen, dass so ein Verhaltensmuster Beziehungen belastet, werden viele Arbeiten doppelt gemacht und wertvolle Ressourcen vergeudet. Dem Wort „Kontrolle“ haftet etwas Negatives an, da es mit Überwachung oder Bevormundung in Verbindung gebracht wird.

 

Kontrolle schafft Vertrauen

Sinnvoll eingesetzte Kontrolle ist in der Personalführung ein einfaches und wirksames Mittel, den Kontakt zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem herzustellen. Kontrolle darf nicht der Fehlersuche und der anschließenden Bestrafung dienen, vielmehr sollte sie dazu dienen, die Leistung des Mitarbeiters wahrzunehmen und zu sehen, was er geleistet hat.

Kontrolle ist ein Dialog zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzen über Aufgaben und Ergebnisse, über Abweichungen von Vorstellungen und ein Austausch über Einschätzungen und Bewertungen. Am Ende soll das entgegengebrachte Vertrauen durch die Kontrolle bestätigt werden.

 

Vertrauensfördernde Tipps:

1. Lassen Sie sich als Mitarbeiter kontrollieren. Bitten Sie darum. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Engagement wahrgenommen wird. Als Vorgesetzter können Sie Ihrem Mitarbeiter  durch nachfolgende Taten aufzeigen, wie sinnvoll stichprobenartige Kontrolle für die Entwicklung des Mitarbeiters, für Sie und letztendlich für das Unternehmen ist.

2. Formulieren Sie für Ihre Mitarbeiter oder nur für sich, wenn Sie keine Mitarbeiter führen, klare und handlungsorientierte Ziele, die sich aus den Unternehmenszielen ableiten.

3. Klarheit in Kompetenz, Verantwortung und Aufgabe ist für alle Beteiligten notwendig.

4. Bei der Auswahl der zu kontrollierenden Punkte beachten Sie bitte:

  • Was ist für die Unternehmensentwicklung und –strategie aussagekräftig?
  • Welche kritischen Bereiche mit Risiken und Chancen sind vorhanden?
  • Was beeinflusst die innere Ordnung des Unternehmens?
  • Welche Maßnahmen stehen nach der Kontrolle zur Verfügung und werden eingesetzt?

5. Betrachten Sie Kontrolle als Dialog mit den Beteiligen und als Forschungsvorhaben, um neue Handlungsoptionen zu entdecken.

 

Viel Erfolg

Präsentationsworkshop – magisch inszenieren – am 05.09.2015 mit Thorsten “AbraXas” Ophaus 

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