Vertrauen

ich will, ich kann, ich werde, Motivation

Perfektionisten fällt es schwer, sich selbst oder anderen zu vertrauen. Jedoch lässt sich mangelndes Vertrauen auch bei Menschen mit einem weniger ausgeprägten Hang zum Perfektionismus beobachten.

 

Vertrauen muss man sich verdienen!

Dieser Glaubenssatz grassiert in vielen Köpfen. Die Folge ist, dass Situationen und Menschen mit Misstrauen betrachtet werden. Und natürlich wird das Misstrauen auch erfüllt. Denn außer dem misstrauischen Menschen selbst kennt kein anderer die Kriterien, die es zu erfüllen gilt, um sich Vertrauen zu verdienen.

 

Vertrauen ist ein Geschenk

Meines Erachtens ist Vertrauen ein Geschenk, mit dem ich in Vorleistung gehe. Wird mein Vertrauen missbraucht, ist es mein gutes Recht, dieses entgegengebrachte Vertrauen wieder zu entziehen. Empfehlenswert ist es, diesen Entzug zu begründen. Aber nicht mit Anschuldigungen, die aus verletztem Stolz resultieren, sondern mit Gründen die das Verhalten der Person darlegen. Und das ist eine große Herausforderung. Die nächste Herausforderung liegt darin, die Kraft und den Mut aufzubringen, um eventuell noch einmal demselben Menschen zu vertrauen. Gegebenenfalls ist bei der zweiten Chance die klare Kommunikation der eigenen Grenzen und Erwartungen notwendig, um einem erneuten Vertrauensmissbrauch vorzubeugen.

 

Selbstvertrauen

Unser ganzes Leben basiert auf Vertrauen. Nüchtern betrachtet ist Vertrauen nicht mehr und nicht weniger als ein Abkommen zwischen uns und unserer Umwelt. Wir haben uns darauf geeinigt, immer auf derselben Straßenseite zu fahren und dies auch in Regeln festgehalten. Würde jeder so fahren, wie es ihm gerade passt, brauchten wir keine Regeln und es entstünde Chaos. Wir halten uns aber daran und vertrauen darauf, dass es die anderen Verkehrsteilnehmer auch machen. In anderen Fällen, zum Beispiel in zwischenmenschlichen Beziehungen, sind diese Vertrauensabkommen bedingt bindend.

Abkommen, die wir mit uns selbst schließen, sind noch weniger bindend. Niemanden stört es, wenn ich heute ungesund esse, rauche, zu viel Alkohol trinke oder nicht zum Sport gehe. Aber wenn ich das zu häufig mache, untergrabe ich mein Vertrauen in mich selbst und letztendlich auch das Vertrauen, das andere in mich setzen.

 

Eine kleine Übung

Selbstvertrauen lässt sich in kleinen Schritten auf- beziehungsweise ausbauen. Jeder von uns trifft täglich Abkommen mit sich selbst: „Heute werde ich pünktlich Feierabend machen.“ „Heute werde ich nur zwei Tassen Kaffee anstatt vier Tassen trinken.“ „Ich werde heute laufen gehen, egal wie das Wetter ist.“ Diese Liste ließe sich unendlich weiterführen. Der Clou ist, dass das Selbstvertrauen ganz automatisch mit jedem Abkommen, das Sie mit sich selbst geschlossen und auch erfüllt haben, steigt.

Probieren Sie es einfach einmal aus. Nehmen Sie einen festen Zeitraum, zum Beispiel zwei Wochen oder einen Monat. In diesem Zeitraum belohnen Sie sich für jedes erfüllte Abkommen selbst mit einem oder zwei Euro. Stecken Sie das Geld in einen Glasbehälter. Durch das Glas sehen Sie am besten, ob Sie sich an Ihr Wort halten oder nicht. Am Ende des von Ihnen festgelegten Zeitraumes kaufen Sie sich ein Schmuckstück, Kleidungsstück oder etwas anderes, das Sie beim Tragen oder Betrachten daran erinnert, dass Sie ehrlich zu sich gewesen sind und dass Sie sich selbst vertrauen können. Angenommen Sie entscheiden sich, mit dem Geld einen Ring oder eine Kette zu kaufen, bleibt noch die Frage: Reicht es für einen Juwelier oder nur für den Kaugummiautomaten?

 

Hamsterrad

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