Wie Budgets den Unternehmenserfolg behindern

Wie Budgets den Unternehmenserfolg behindern

Jeder Unternehmer ist gegen eine Planwirtschaft und dennoch wird sie in den Unternehmen monatlich, quartalsweise oder jährlich gelebt, jedoch unter dem Synonym „Budget“. Durch das Budgetieren wollen fast alle Unternehmen das kommende Geschäftsjahr prognostizieren und in den Griff bekommen.

 

Aussagekräftige Zahlen

Jeder Monat, jede Abteilung, jede Kosten- und Ertragsart wird einer Prüfung unterzogen. Die Verantwortlichen meinen, damit das Unternehmen, ja sogar die Umwelt zu beherrschen. Aber was geschieht, wenn das Budget verfehlt wird?

  1. Wird eine Zielvorgabe verfehlt, führt das zu einer verschärften Kontrolle.
  2. Planungsfehler führen zu noch akribischerer Planung.
  3. Laufen die Kosten aus dem Ruder, wird der Budgetierungsprozess intensiviert.

Dieses unsichere Verhalten kostet Ressourcen und verunsichert Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, usw.

 

Verunsicherung blockiert Leistung

Unerträglich wird es für die Verantwortlichen, wenn sie Monat für Monat das Verfehlen der Budgetvorgaben zu diskutieren haben. Das kann so weit führen, dass das eigentliche Unternehmensziel aus Zeitgründen vernachlässigt wird und stattdessen die Zeit für die Konstruktion von Abweichungserklärungen verwendet wird. In einigen Situationen greifen die Verantwortlichen auch in die Trickkiste, um dem Budgetierungssystem ein Schnippchen zu schlagen.

 

Ein Beispiel:

Ein Unternehmen arbeitet mit Quartalsbudgets für den Umsatz. Am Ende eines Quartals, und vor allem am Ende des vierten Quartals beginnen die Vertriebsmitarbeiter, ihre Optionen auszuloten. Je nachdem, wo sie sich in ihrer Zielerreichung befinden, entschließen sie sich, den Umsatz noch in diesem Quartal/Jahr zu machen oder in das nächste Quartal/Jahr zu schieben.

Meistens entscheiden sich die Mitarbeiter für die letztere Option, wenn die Planzahlen für das laufende Quartal/Jahr erfüllt sind oder die Zielerreichung für den Zeitraum sowieso nicht mehr zu schaffen ist. Der Vorteil liegt darin, dass der Bonus oder Prämie für den Zeitraum sicher ist und dass die Umsatzvorgaben für das kommende Quartal/Jahr leichter zu erreichen sind.

Hat der Verkäufer ein gutes und vertrauliches Verhältnis zu dem Einkäufer, kann er auch zum Quartals-/Jahresende Scheinaufträge abschließen, die dann in der kommenden Budgetierungsperiode als eventuelle Rücklieferungen zurück gebucht werden.

Der Ideenreichtum der Betroffenen ist in so einer Situation grenzenlos. Für mache ist es ein richtiger Sport, die Lücken in einem Budgetierungssystem zu finden und zu ihren Gunsten auszunutzen.

 

Ein Schritt in eine andere Richtung

Es liest sich einfach und ist es in der Praxis auch. Sorgt ein Unternehmen für ein Umfeld, in dem es seinen Mitarbeitern Vertrauen entgegen bringt und diese ihre Leistungen auch einbringen können, ist weniger Kontrolle nötig. Dadurch entfallen ressourcenaufwändige und meist ungenaue Budgetierungen.

 

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