Wir leben was wir denken!?

Wir leben was wir denken!?

Jeder hat schon einmal etwas von positivem Denken gehört oder darüber gelesen.

Und vielen fällt spontan der Satz: „Chakka, du schaffst es!“ ein.

Ich denke bei dem Satz an den Vorspann von Kalkofes Mattscheibe. Erst kommt Heinz Schenk mit einem langgezogenen „la lala laa“ und dann der Typ mit seinem „Chakka, du schaffst es!“.

Marc Aurel sagte: „Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“

Ist es also schon ausreichend, einen positiven Gedanken zu formulieren und diesen nach Möglichkeit morgens, mittags und abends zu denken?

 

Ein Beispiel:

Ein Mann kommt ins Coaching, weil er an einem gesundheitlichen Thema arbeiten möchte.

Er arbeitet im Vertrieb, und alle zwei bis drei Jahre wechselt er seinen Arbeitsplatz. Weil er viel Geld verdienen möchte, hat er sich für den Vertrieb entschieden.

Jedes Mal wenn er eine neue Stelle antritt, baut er sich in kurzer Zeit einen Kundenstamm auf und generiert Abschlüsse, die ihm eine hohe Provision einbringen. In der Regel schafft er es nach 9 bis 14 Monaten, unter die Top 3 der Verkäufer zu kommen.

Aber kaum hat er dies erreicht, stellen sich körperliche Beschwerden ein, die dazu führen, dass er krankheitsbedingt seine Position als Topverkäufer aufgeben muss, wodurch er weniger Geld verdient.

Jedoch geht es ihm mit der finanziellen Einbuße gesundheitlich besser. Bedauerlicherweise ist sein Vorgesetzter von den rückläufigen Umsätzen alles andere als begeistert. Das wiederum setzt unseren Mann so unter Stress, dass er wieder verkauft, bis er krank wird. So dreht sich das Rad weiter und weiter. Und eine neue Arbeitsstelle kommt nach der anderen.

Der positive Gedanke, den der Mann hatte, war „Ich möchte viel Geld verdienen.“ Was aber erst im Coaching heraus kam, war der unbewusste, aber gelebte Glaubenssatz „Geld verdirbt den Charakter!“

Durch seinen positiv formulierten Gedanken und seinen unbewusst gelebten Glaubenssatz kam es zu einem inneren Konflikt, der sich auf seine Gesundheit ausgewirkt hat.

Dieses Beispiel ist kein Einzelfall. Viele positive Gedanken können von dem Gesamtsystem des einzelnen Menschen als Störung der eigenen oder der anerzogenen Wertvorstellung empfunden werden.

Positives Denken ist also erst dann zielführend, wenn es mit den eigenen Werten konform ist.

 

Die eigenen Werte finden

Um die eigenen Werte herauszuarbeiten können die folgenden Fragen hilfreich sein:

  • Was erachte ich als besonders wertvoll in meinem Leben?
  • Wie verbringe ich meine Zeit?
  • Wofür gebe ich mein Geld aus?
  • Wofür investiere ich meine Energie?
  • Wovon träume ich?
  • Wann überrasche ich mich selbst?
  • Was ärgert mich?

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim finden Ihrer Werte.

 

Seminar am 23.05.2015: Mein Selbstkritiker und ich

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