10 Jahre Motivationswerkstatt!

Im September 2008 eröffnete ich die Motivationswerkstatt. Rückblickend betrachtet stelle ich fest, dass ich seit 10 Jahren nicht mehr arbeite sondern vielmehr Aktivurlaub betreibe. Zwar gab es einige Regentage, jedoch überwiegen die sonnigen Tage. 

 

Was war der Auslöser?

Angefangen hat alles mit einem Vertriebstraining in 2004. Es ging um Abschlusstechniken. Die Übung bestand darin, die besprochen Inhalte kurz mit dem Kunden zusammenzufassen und dann das Gespräch mit dem Satz: „Okay, da wir über alle Details gesprochen haben, benötige ich nun noch Ihre Unterschrift hier unten rechts“, zu beenden. Ich sah, dass sich andere Trainingsteilnehmer damit recht leicht taten. Ich jedoch hatte Schwierigkeiten das Gespräch so zu beenden. Es widerstrebte mir.

Nach dem Training fragte ich mich „Weshalb fiel es anderen Teilnehmer so einfach, mir jedoch so schwer?“.

Bei der Suche nach einer Antwort fand ich in 2005 das NLP Institut in Frankfurt am Main und meldet mich ohne groß darüber nachzudenken direkt für die im April 2006 beginnende Practitioner Ausbildung an. Ich kann mich noch ganz genau an den ersten Tag erinnern. Weshalb? Die Ausbildung begann an meinem Geburtstag und meine Frau Thora und ich kamen nur ein paar Stunden vorher von unserem Urlaub aus Indien zurück.

Bei Konni und Frank lernte ich in der Practitioner, der Master und der Business Coach Ausbildung wertvolles über Kommunikationsstrategien und Veränderungsmöglichkeiten von Verhaltensmustern. Besonders wertvoll waren diese Jahre vor allem für meine persönliche Weiterentwicklung.

 

Hast du ein Problem, mache einen Beruf daraus!

Ich begann die Practitioner Ausbildung ursprünglich um mich selbst besser kennenzulernen. Erst im Laufe der Zeit reifte der Gedanke in mir, mich als Coach und Trainer selbständig zu machen. Rückblickend war ein Satz von Konni während eines Ausbildungsblocks der Auslöser, für meine heutige Arbeit mit selbstkritischen Menschen und Perfektionisten. „Hast du ein Problem, mache einen Beruf daraus“ dieser Samen begann jedoch erst einige Jahre später zu keimen und auszutreiben.

Während meiner Master Ausbildung in 2007 erkrankte ich an dem Eppstein Barr Virus und war über mehrere Monate nur bedingt arbeitsfähig. In dieser Zeit stellte ich mir unter anderem auch die Frage „Will ich so wie bisher im Vertrieb weiterarbeiten oder gibt es einen Platz an dem ich meinen Vorstellungen entsprechend sinngebend tätig werden kann?“.

Ende 2007 faste ich den Entschluss mich zum 01.01.2009 als Vertriebscoach und –trainer selbständig zu machen. Nach mehr als fünfzehn Jahren im Verkauf und Vertrieb erschien mir diese Idee zu dem damaligen Zeitpunkt als naheliegend.

Mit meinem ältesten Bruder Horst führte ich vor meiner Gründung viele Gespräche in denen er mir hilfreich Tipps gab. Mein ursprünglicher Plan wurde durch den Aufkauf meines damaligen Arbeitgebers dahingehend verändert, dass es im ersten Quartal 2008 zu einer Entlassungswelle kam.

Da ich mich zu dem Zeitpunkt bereits in den Startlöchern befand, mietete ich mir im Technologie- und Gründerzentrum in Hanau ein Büro, akquirierte die ersten Kunden und legte früher als geplant los.

 

Wann willst du eigentlich erwachsen werden?

Die Arbeit als Vertriebscoach und –trainer war anspruchsvoll und wunderbar, jedoch fehlte etwas.

Für diejenigen die als Coach, Berater, Trainer und so weiter mit Menschen arbeiten möchten, ist es hilfreich die eigenen Schatten und Trigger zu kennen. Durch ein einschneidendes Erlebnis Ende 2008 wurde ich mit meinen selbstkritischen und perfektionistischen Schatten hart konfrontiert. In der darauf folgenden Supervision mit Frank wurde mir klar, dass mein Wirken zwar die für mich stimmige Richtung hatte, jedoch eine Feinjustierung benötigte. Auslöser war die Frage „Wann willst du eigentlich erwachsen werden?“ in der Supervision, die mich dann letzten Endes auf meinen heutigen Weg brachte. Das gepflanzte Samenkorn „Hast du ein Problem, mache einen Beruf daraus,“ konnte sich nun voll entfalten. In 2012 legte ich die Prüfung zum Heilpraktiker, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, vor dem Gesundheitsamt Würzburg ab und ließ mich parallel zum EMDR-Therapeuten ausbilden. Erwachsen werden hat auch etwas mit stetiger Weiterbildung und Entwicklung zu tun. Aktuell befinde ich mich kurz vor der Beendigung meiner Weiterbildung in systemischer Beratung.

 

Wie kam ich auf den Namen Motivationswerkstatt?

Ich springe noch einmal kurz in der Zeit zurück. In der NLP-Master Ausbildung gab es einen Seminarblock, der sich mit den gelebten und den verborgenen oder gar verdrängten Werten befasste. Darauf aufbauend gab es einen viertägigen Workshop, in dem dieses Thema von uns Teilnehmenden verarbeitet und vertieft wurde.

Ich dachte bis zu diesem Zeitpunkt, mir wäre die Motivation meines Handels klar. Daher war ich umso überraschter, zu erkennen, dass ich Dinge vernachlässigte die mir wichtig waren/sind und ich anderen Dingen eine Wichtigkeit zuschrieb, die mich mehr an meiner Entfaltung hinderte anstatt sie zu unterstützen.

Ich stellte mir daher die Frage: „Was motiviert wirklich?“, und aus dieser Fragestellung entstand der Name “Motivationswerkstatt”.

 

Danke

Mein besonderer Dank gilt den Menschen, die mir in den vergangenen Jahren ihr Vertrauen schenkten und die ich dadurch in ihrer Weiterentwicklung begleiten durfte.

Ich blicke dankbar auf die vergangenen 10 Jahre zurück und freudig auf die kommenden Jahre.

 

Peter Hupke

 

 

 

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