Der Ärger über andere

Der Ärger über andere

Wer hat sich in der Vergangenheit nicht schon einmal über andere Zeitgenossen, aus welchen Gründen auch immer, geärgert? Sei es, dass Ihnen der Parkplatz vor der Nase weggeschnappt wurde oder Sie, aus Ihrer Wahrnehmung heraus, zu Unrecht kritisiert wurden.

Wenn Sie sich nun in solchen Situationen über andere Menschen ärgern, sagt das eine Menge über Sie als Person aus. Vor allem dann, wenn Sie unverhältnismäßig schnell oder stark wütend werden. Meistens hatten diese Situationen mehr mit Ihnen zu tun als mit dem vermeintlichen Auslöser.

Solche emotionalen Reaktionen resultieren häufig aus den eigenen Bewertungsmaßstäben und Glaubenssätzen.

 

Chancen

Angenommen, Sie würden diese Momente als Chance zur eigenen Weiterentwicklung nutzen, welche Auswirkungen hätten die gesammelten Erfahrungen auf Sie und Ihr Umfeld?

Ein kleiner Schritt in diese Richtung ist, sich die Frage zu stellen: Welchen Grund gibt es für meinen Ärger, und was habe ich dazu beigetragen?

 

Wahrnehmungsübung

Ein etwas größerer Schritt ist, sich und seine Emotionen oder Gefühle in diesen Momenten zu beobachten. Die Fähigkeit, die eigenen Emotionen wahrzunehmen, lässt sich trainieren.

 

Übung 1

Halten Sie drei- bis viermal am Tag einfach für drei bis fünf Minuten inne und fragen Sie sich, wie es Ihnen gerade geht.

– Wie fühlen Sie sich?

– Was können Sie spüren?

 

Falls es Ihnen schwerfällt, ein Gefühl zu benennen, können Sie eventuell unterscheiden,

– ob Sie sich eher gut oder eher schlecht fühlen

– ob Sie eher viel oder eher wenig Energie in sich verspüren.

 

Übung 2

Beobachten Sie, über welches Verhalten anderer Menschen Sie sich besonders ärgern. Besonders interessant sind die Verhaltensweisen, über die Sie sehr schnell oder sehr stark ärgerlich werden. Meistens werden wir hier mit Persönlichkeitsanteilen konfrontiert, die wir verdrängen.

 

Beispiele:

– Der Rationale ärgert sich leicht über den Emotionalen

– Der Ordentliche ärgert sich stark über den Unordentlichen.

 

Fragen die Sie bei der Übung unterstützen können

Stellen Sie sich in diesen Situationen eine oder mehrere der folgenden Fragen:

– Was genau ist es, das mich so wütend macht?

– Ist es ein Verhalten, das ich mir selbst nicht zugestehe und wenn ja, welches?

– Was fehlt mir in diesem Moment?

 

Viel Freude beim Ausprobieren.

 

Hier können Sie mir Ihre Fragen stellen  

 

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