Der Kunde ist König – und der Mitarbeiter?

Wie würde sich die Identifikation eines Mitarbeiters mit seinem Arbeitgeber verändern, wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter als Kunden betrachten und genauso behandeln würde?

Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben, dass Kundenbindung für jedes Unternehmen überlebenswichtig und kostengünstiger ist als Neukundengewinnung. Unternehmen sind unglaublich einfallsreich, wenn es um die Kundenbindung geht. Sie bieten Sonderaktionen, Einkaufsrabatte, Zahlungsziele, gezielte Kundenbetreuung und so weiter, um den Kunden an das Unternehmen zu binden. Aber wie sieht das mit Mitarbeitern aus? Legen Unternehmen ebenso viel Wert auf Mitarbeiterbindung wie auf Kundenbindung?

 

Die bezahlte Arbeitskraft

In meiner Coachingpraxis arbeite ich häufig mit Menschen, die für ihre Arbeitsleistung wenig bis gar keine Wertschätzung seitens ihrer Führungskraft erfahren. Aber gerade die Einstellung und das Verhalten der Führungskraft gegenüber dem Mitarbeiter sind entscheidend für die Identifikation des Mitarbeiters mit dem Unternehmen. Einige Führungskräfte sehen in ihren Mitarbeitern lediglich bezahlte Arbeitskräfte, die funktionieren sollen, um der Zielerreichung der Führungskraft beziehungsweise der Erreichung der Unternehmensziele dienlich zu sein. Hier finden Sie mehr zu dem Thema: Die Motivation kommt doch jeden Monat auf das Konto!

 

Der Kunde ist König – und der Mitarbeiter?

In einer Kundenbeziehung stehen die Bedürfnisse des Kunden selbstverständlich im Vordergrund. In einem Arbeitsverhältnis ist dies leider nur rudimentär gegeben.

Eine kundenorientierte Sicht in Richtung Mitarbeiter ermöglicht der Führungskraft die bewusste Wahrnehmung des Individuums, das täglich seine Arbeitskraft in das Unternehmen einfließen lässt. Ein Mitarbeiter hat Erwartungen, Bedürfnisse und verfügt über eine Wahlmöglichkeit, genau wie ein Kunde. Daher sollte die Arbeitsleistung eines Mitarbeiters, ebenso wie der Einkauf eines Kunden, bei einem Unternehmen nicht als selbstverständlich gesehen werden.

 

Psychologischer Vertrag

So wie ein Unternehmen täglich um Neu- und Bestandskunden wirbt, so sollte auch eine Führungskraft täglich um ihre Mitarbeiter werben. Über den Arbeitsvertrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber hinaus gibt es einen psychologischen Vertrag, der zwischen dem Mitarbeiter und seiner Führungskraft jeden Tag auf das Neue verlängert wird, oder auch nicht. So wie Kunden negative und positive Erfahrungen mit Lieferanten bewusst und unbewusst abspeichern, speichern auch Mitarbeiter ihre Erfahrungen mit ihrer Führungskraft ab. Diese Erfahrungen wirken sich auf das zukünftige Verhalten aus. Ob ein Mitarbeiter Dienst nach Vorschrift macht, kündigt oder sich motiviert in das Unternehmen einbringt, ist stark von den gesammelten Erfahrungen abhängig.

 

Individuelle Betreuung

Jeder Kunde wünscht sich, dass er mit seinem Anliegen und seinen Bedürfnissen ernst genommen wird. Für Arbeitnehmer gilt dies auch. In beiden Fällen sind die fachlichen Fähigkeiten wichtig, jedoch ist die Begegnung auf der emotionalen Ebene weitaus wichtiger.

Je größer das Interesse einer Führungskraft an seinem Mitarbeiter ist, desto individueller wird er ihn betreuen. Wenn Sie in einer Führungsposition sind, nehmen Sie sich Zeit für Ihre Mitarbeiter. Sie sind die tragenden Säulen Ihrer Abteilung.

 

Souveränes Verhalten ist lernbar!

Kundenbewertungen meiner Arbeit: Xing Coachprofil Peter Hupke

 

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