Die tägliche Jagd nach Wohlstand und Glück!

Die tägliche Jagd nach Wohlstand und Glück!

Jeden Morgen stehen viele Menschen nur auf, weil sie pinkeln müssen. Und da sie dann schon wach sind, versuchen sie über den Tag hinweg mehr Wohlstand zu erlangen oder glücklicher als am Tag zuvor zu werden.

Durch unser berufliches und privates Umfeld, durch Werbung, Fernsehshows und weitere Einflüsse wird uns suggeriert, dass wir alles haben können, wenn wir nur wollen:

  • Du kannst ein gesundes Leben führen.
  • Du kannst dein Idealgewicht haben.
  • Du kannst erfolgreich sein.
  • Du kannst eine wundervolle Partnerschaft haben.
  • Du kannst intelligente und glückliche Kinder großziehen.
  • Du kannst viel Geld haben.
  • Du kannst tolle Reisen unternehmen.
  • Du kannst ein teures Auto fahren.
  • Du kannst in einem luxuriösen Haus leben.
  • Und vieles mehr…

und selbstverständlich alles gleichzeitig!

 

Die schlechte Nachricht

An dieser Stelle, liebe Leser, habe ich eine schlechte Nachricht.

Die Realität sieht anders aus. Alles gleichzeitig haben zu können, ist eine Illusion, der wir nur zu gerne hinterherlaufen.

Oder kennen Sie einen Menschen, der gleichzeitig

  • eine steile Karriere macht,
  • eine wundervolle Partnerschaft lebt,
  • viel Zeit mit seinen Kindern verbringt,
  • Zeit für sportliche Aktivitäten hat,
  • regelmäßig Zeit für seine Freunde hat,
  • mehr als acht Stunden pro Nacht schläft,
  • täglich meditiert,
  • immer ausgeglichen und gelassen ist,
  • Sprachen lernt und fremde Länder bereist,
  • ehrenamtlich engagiert ist?

 

Glücksempfinden

Viele Menschen glauben immer noch, dass Reichtum der Schlüssel zum Glück ist. Zumindest könnte man das annehmen, wenn man sieht, wie sie handeln. Mittlerweile ist jedoch bewiesen, dass materieller Wohlstand nur einen geringen Einfluss auf das Glücksempfinden hat.

Der Wirtschafts-Nobelpreisträger Daniel Kahneman und der Ökonom Alan Krueger haben den Zusammenhang zwischen Einkommen und Glücklichsein erforscht. Ihre Untersuchungen zeigen auf, dass die Vorstellung, mehr Wohlstand würde automatisch mehr Wohlgefühl erzeugen, zwar verbreitet, aber größtenteils illusorisch ist.

Lediglich bei Menschen, die über ein sehr geringes Einkommen verfügen, bringt ein Mehr an Geld auch ein Mehr an Glücksempfinden. Das liegt daran, dass sie sich in der Folge Dinge leisten können, die das Leben für sie stark vereinfachen oder bereichert, wie zum Beispiel Computer, Auto, Seminare oder Urlaub.

Wenn aber die Grundbedürfnisse gedeckt sind, verursacht vermehrter Wohlstand den Untersuchungen zufolge kein höheres Glücksgefühl.

Entweder ich vergleiche mich oder ich bin glücklich

Wir wollen nicht nur glücklich sein, sondern am liebsten noch ein bisschen glücklicher als die, die wir kennen und mit denen wir uns vergleichen. Das Problem dabei ist, dass wir die anderen meist für glücklicher halten, als sie es tatsächlich sind. Mehr dazu finden Sie hier: Ich bin nicht gut genug bedeutet übersetzt, ich vergleiche mich.

Eine Möglichkeit aus dem Vergleichsprozess auszusteigen bieten die folgenden Fragen:

  • Mit wem vergleiche ich mich?
  • An wessen Meinung messe ich meine Leistung?
  • Was gewinne ich dadurch?
  • Was verliere ich dadurch?

 

Seminar am 20.02.2016: Umgang mit Selbstkritik

 

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