Emotionen und Körperhaltung

 

Unsere Gedanken und Gefühle beeinflussen unsere Mimik, die Körperhaltung und letzten Endes unser Auftreten. In Kommunikationsprozessen legen Menschen viel Wert auf den Inhalt, sprich Argumente, ohne jedoch über ihre Körperhaltung nachzudenken und diese wirksam einzusetzen.

 

Die Körperhaltung hat Einfluss

Die amerikanische Sozialpsychologin Amy Cuddy hat mit zwei weiteren Kollegen weitreichende Studien zu dem Thema Körpersprache durchgeführt. Aus diesen Forschungen resultierte unter anderem der Begriff „Power Pose oder auch Power Posing“.

In einer Studie von 2010 wurden die Probanden gebeten, hintereinander jeweils für eine Minute entweder zwei sogenannte Low-Power-Posen oder zwei High-Power-Posen einzunehmen.

Den Probanden wurde vor und nach der Einnahme der Pose eine Speichelprobe entnommen. In den Speichelproben wurden zwei Hormonwerte gemessen. Zum einen Testosteron und zum anderen Cortisol, welches gerade bei Stress produziert und ausgeschüttet wird.

Das Ergebnis war, dass bei den Probanden, die die beiden Power Posen einnahmen, der Testosteronwert anstieg und der Cortisolwert sank.

Mit anderen Worten: durch die Power Pose wurde nicht nur das Auftreten souveräner sondern es wurde auch Stress reduziert.

 

Power Pose

Um mehr über Power Posen zu lernen, empfiehlt es sich Sportler oder Menschen in Positionen mit Einfluss zu beobachten. Es lassen sich hier nachfolgende Kriterien beobachten:

  • Raum einnehmende Bewegungen

Dies geschieht unter anderem durch einen über die Hüftbreite hinausgehenden Stand, fast schon schulterbreit, und das Stemmen der Arme in die Hüfte. In einer sitzenden Position wird gern der Arm auf angrenzende Stuhllehnen gelegt. Während des Sprechens sind die Bewegungen mit den Händen ruhig und raumeinnehmend.

  • Offene Körperhaltung

Die Arme bleiben neben dem Körper und ermöglichen so einen freien Blick auf den Körper. Der Oberkörper ist gerade ausgerichtet. Die Füße / Beine stehen nebeneinander und sind nicht überkreuzt.

 

Für den Alltag

Durch die Veränderung der Körperhaltung lässt sich der emotionale Zustand verändern und Stress minimieren. Probieren Sie es aus. Wenn Sie sich das nächste Mal gestresst fühlen oder übellaunig sind, halten Sie kurz inne und beobachten Sie Ihre Körperhaltung.

Wenn Sie sitzen, stehen Sie auf. Wenn Sie stehen, gehen Sie einige Schritte. Bleiben Sie nach vier oder fünf Schritten stehen, eventuell setzen Sie sich auf einen anderen Stuhl. Nehmen Sie nun bewusst eine offene Körperhaltung ein und führen Sie Raum einehmende Bewegungen aus. Beobachten Sie, wie sich Ihr Gefühlserleben verändert.

 

Ich wünsche Ihnen / Dir einen hohen Wirkungsgrad beim Ausprobieren.

 

Souveränität ist lernbar!

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