Erfolg

Mehr Geld, mehr Status, mehr Glück – in einer schneller, höher, weiter Gesellschaft sind diese einleitenden Assoziationen die ersten, die häufig mit dem Wort Erfolg in Verbindung gebracht werden.

Worthülsen

Immer noch schalten Unternehmen Stellenanzeigen, in denen sie neue Mitarbeiter mit Worthülsen wie erfolgshungrig, erfolgsorientiertes Handeln oder durchsetzungsstark suchen. Geht es Ihnen bei dem Lesen solcher Anzeigen auch manchmal so, dass Sie sich fragen, welche Signale ein Unternehmen mit solch einer Anzeige aussendet und welche Wirkung auf der Leserseite erzeugt wird?

 

Erfolg

Mit der Industrialisierung erhielt der Begriff „Erfolg“ die Bedeutung eines wertfreien, neutralen Resultats. In vielen Situationen ließe sich Erfolg durch die Wörter Sieg oder Glück ersetzen. Ursprünglich diente das Wort Erfolg jedoch dazu, das Eintreten eines Ereignisses nach einer Handlung zu beschreiben. Mittlerweile gibt es auch verschiedene Forschungsansätze, die das Phänomen Erfolg entschlüsseln und reproduzierbar machen wollen. Der Schwerpunkt der Forschung liegt hier überwiegend auf der Analyse von Fähigkeiten oder auch Kompetenzen, die für einen Erfolg relevant sind. Diese Analyse und reproduzierbare Aufbereitung ist jedoch nur in Bezug auf bestimmte Aufgaben und klar formulierte Ziele in einem konkreten Umfeld sinnvoll.

 

Erfolg individualisieren

Nach außen wirken ein toller Job, ein schönes Haus oder eine Wohnung in einer angesagten Gegend und ein teures Auto auf manch einen sicherlich als Erfolg. Aber sind das wirklich die eigenen Ziele, die erreicht wurden, oder geht es hier um gesellschaftskonforme Erfolge, für die man Anerkennung oder lediglich Beachtung möchte?

Was für den Einen ein Erfolg ist, ist für den Anderen total uninteressant. Nehmen wir zum Beispiel so etwas Banales, wie das Gehen über eine Distanz von zehn Metern. Ein gesunder Mensch denkt über das wundersame Zusammenspiel von Muskeln und Sehnen im Körper gar nicht nach und legt die Distanz ohne größere Beachtung zurück. Aber für einen Menschen der nach einem Autounfall drei Monate im Rollstuhl saß und bei jedem Schritt die Muskulatur bewusst ansteuern muss, ist das Zurücklegen dieser Strecke ein Erfolg. Manchmal haben wir im Alltag Erfolg, ohne dass wir es bewusst mitbekommen. Daher ist es empfehlenswert, von Zeit zu Zeit inne zu halten, die eigenen Tätigkeiten und die eintretenden Ereignissen aus der Selbstverständlichkeit zu befreien und zu schauen, inwieweit diese erfolgreich zur eigenen Zufriedenheit beitragen.

 

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