Gesprächsmuster die Beziehungen belasten

Jeder Mensch verfügt auf Grund seiner Prägung und Erfahrung über eine individuelle Kommunikationsgewohnheit. Aus der Vielzahl dieser Kommunikationsgewohnheiten habe ich hier drei ausgewählt, die häufig von meinen Kunden genannt werden, wenn es um Kommunikationsstörungen oder gar Konflikte geht.

Wem Kommunikationsgewohnheiten bekannt sind und wer diese für sich identifizieren kann hat die Chance, für Klarheit in einem Dialog zu sorgen. 

 

Für Nichtigkeiten entschuldigen

Die Gewohnheit sich für Nichtigkeiten zu entschuldigen sorgt für eine Asymmetrie in Gesprächen, welche zu Irritationen und zu Verzögerungen führen kann.

Im Unterschied zu einer ehrlichen Entschuldigung ist die Gewohnheit, sich für Nichtigkeiten zu entschuldigen eine Ausdrucksform von Verständnis oder Anteilnahme. Sie dient dazu einen Ausgleich herzustellen, um sich auf Augenhöhe zu begegnen.

Der Nutzer dieser Kommunikationsgewohnheit übersieht jedoch häufig, dass er seinen eigenen Standpunkt damit schwächt und Gespräche beziehungsweise Lösungsfindungen verzögert.

 

Automatisch dagegen sein

Eine Kommunikationsgewohnheit, die bewusst oder unbewusst von vielen Menschen genutzt wird, ist das „Dagegen sein“. Im Neuro-Linguistischen Programmieren spricht man auch von einem Polarity Responder. Ein Polarity Responder geht in einem Dialog erst innerlich gegen eine Aussage und äußert dann seine oppositionelle Meinung.

Bei dieser Kommunikationsgewohnheit geht es in den wenigsten Fällen um die Sache, vielmehr ist die Herausforderung und die dadurch entstehende Reibung interessant. Gerade Perfektionisten und Menschen die sich im Recht sehen tendieren schnell dazu, mit überzogenen Mitteln zu argumentieren.

 

Klagen entlastet und macht gesellig

Diese Kommunikationsgewohnheit dient in erster Linie dazu, Solidarität zwischen Gesprächspartnern zu suchen und zum Ausdruck zu bringen, frei nach dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Daher sind die meisten Klagen die vorgebracht werden entweder nicht ernst gemeint und / oder drehen sich um Banalitäten.

Ein Beispiel: „Bei den wenigen Mitarbeiterparkplätzen braucht sich die Geschäftsleitung nicht zu wundern, dass wir durch die täglich Parkplatzsuche immer zu spät kommen.“ „Wem sagen Sie das. Ich komme fast regelmäßig durch die blöde Parkplatzsuche zu spät und muss dadurch länger bleiben. “

Wer ständig dieser Kommunikationsgewohnheit nachgeht, kann schnell als chronischer Nörgler Berühmtheit erlangen. Im schlimmsten Fall kann auch der Eindruck entstehen, eine negative Arbeitseinstellung zu haben oder nicht in der Lage zu sein, Probleme selbständig zu lösen.

 

Geben und Nehmen

Ein Dialog zwischen Menschen ist von einem Geben und Nehmen geprägt. Wer sich seiner Gesprächsgewohnheiten bewusst ist und die Gesprächsgewohnheiten beim Gegenüber erkennt, verfügt über die Möglichkeit, kommunikative Konflikte zu vermeiden und einen Dialog für alle Beteiligten bereichernd zu gestalten.

 

Souveränität ist lernbar!

Referenzen und Kundenmeinungen:

 

 

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