Heute könnte ich meine Wut doch wieder einmal gegen mich selbst richten!

Heute könnte ich meine Wut doch wieder einmal gegen mich selbst richten!

Erwachsene die als Kinder übermäßig umsorgt und verhätschelt wurden, oder anders ausgedrückt, deren Eltern die Probleme des Nachwuchses aus dem Weg räumten, haben häufig ein Thema damit, ihr Aggressionen zu kanalisieren beziehungsweise dosiert einzusetzen.

Weitere Folgeerscheinungen sind meistens eine unsensible Wahrnehmung des eigenen Körpers und eine mangelnde Gewissheit über die eigenen Fähigkeiten. Im Laufe der Jahre kann sich so ein Selbstbild entwickeln, in dem sich die Betroffenen als wertlos wahrnehmen.

 

Der klebrige und zähe Liebeszuckerguss

Im Allgemeinen dürfen diese in „Watte gepackten Porzellankinder“ weder aggressiv, fordernd oder extrovertiert sein. Sämtliche affektiven und vitalen Regungen, die bei Kleinkindern und Heranwachsenden normal sind und eine Tendenz in eine der drei vorgenannten Richtungen haben, werden von einer Bezugsperson sofort mit erdrückender Liebe im Keime erstickt.

 

Perfekt erlernte Hilflosigkeit

Der Einsatz von erdrückender Liebe als Erziehungsform kommt leider häufiger vor, als man anzunehmen glaubt. Durch Sätze wie:

  • Ohne uns wirst du immer verloren sein.
  • Du kannst das nicht, aber ich mache es für dich.
  • Du wirst uns immer brauchen.
  • Wozu willst du das, wir haben hier doch schon eine Lösung?

bekommt der Betroffene suggeriert, er komme ohne Hilfe von Bezugspersonen in der Welt nicht zurecht.

Es kann sich eine Angst vor Selbständigkeit entwickeln, die im schlimmsten Fall ein Leben lang existent bleibt.

Diese erlernte Hilflosigkeit ist auch für ein stark ausgeprägtes Minderwertigkeitsgefühl brauchbar, das zu einem ungewollten Perfektionismus führen kann. Damit einhergehende Glaubenssätze wie:

  • Es muss perfekt sein.
  • Ich bin nur etwas wert, wenn ich hundert Prozent Leistung erbringe.
  • Ich darf nicht versagen.

sind dann an der Tagesordnung.

 

Aggressivität und Wut

Unterdrückte Aggressivität, gleich ob von außen oder innerlich unterdrückt, entlädt sich irgendwann in Wut. Dadurch, dass Betroffene selten lernten, ihre Aggressionen dosiert einzusetzen, reagieren sie auf übermächtig wahrgenommene Situationen aus ihrer Ohnmacht heraus mit Wut.

Für viele Menschen ist Aggressivität negativ besetzt. An dieser Stelle ist es mir wichtig festzuhalten, dass ein gewisser Grad an Aggressivität nötig ist, um seine Ziele zu erreichen beziehungsweise Grenzen zu ziehen.

Durch den klebrigen und zähen Liebeszuckerguss gab es in jungen Jahren jedoch nie die Gelegenheit, sich und seine Aggressivität zu spüren und zu erforschen.

Und wenn es dann doch einmal zu einem Wutausbruch kam, wurden diesem seitens der Bezugspersonen Scham- und Schuldgefühle entgegengesetzt, mit dem Ergebnis, dass sich das betroffene Kind oder der Jugendliche minderwertig oder schäbig fühlte.

Dieser als Kind und Jugendlicher erlebten Ohnmacht entkommen die Betroffenen meistens nur durch Wutausbrüche. Da diese, offen ausgelebt, jedoch Scham- beziehungsweise Schuldgefühle auslösen, findet das Ausleben der Wut gegen sich selbst gerichtet im Verborgenen statt und lässt einen Teufelskreislauf aus Selbsthass und Schuldgefühlen entstehen.

 

Täter werden

Um aus diesem Teufelskreislauf des Selbsthasses und der Schuldgefühle auszubrechen, ist es notwendig, die ablehnende Haltung gegenüber der Wut und der Aggressivität in eine annehmende Haltung zu ändern und sie in das eigene Selbstbild zu integrieren. Durch die Integration kann nun eine bewusste Dosierung der Aggressivität stattfinden die Schritt für Schritt aus der Opferrolle hinausführt.

 

Raus aus der Perfektionismusfall

Hallo,

mein mehrmoduliges Online-Coachingprogramm „Raus aus der Perfektionismusfall“ befindet sich in den letzten Zügen der Fertigstellung.
Das Coachingprogramm besteht aus 10 Audio- und Pdf-Dateien zum Selbstcoaching und 2 Coachingsitzungen, die telefonisch, via Skype oder auch persönlich, in der Mitte und am Ende des Coachingprozesses stattfinden.

Wenn Sie über den Fertigstellungstermin und die Inhalten des Online-Coachingprogramms informiert werden wollen, teilen Sie mir dies bitte mit dem nachfolgenden Kontaktformular mit.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit
Peter Hupke

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