Heute schon entschieden?

Täglich treffen wir unzählige bewusste und vor allem unbewusste Entscheidungen. Für viele Menschen ist das Treffen von Entscheidungen regelrechter Stress geworden. Wir genießen so viele Freiheiten und haben so viele Möglichkeiten. Wie oft wissen wir nicht, was wir überhaupt wollen.

 

Unwichtig, und wir zweifeln dennoch

Manchmal erscheint uns eine Entscheidung als unwichtig, und dennoch zweifeln wir. Bestelle ich beim Italiener Pizza oder doch einen Salat? Ziehe ich zu den Jeans Turnschuhe oder Lederschuhe an? Helfe ich einem Kollegen bei der Problemlösung oder beende ich die Aufgabe, mit der ich selbst gerade beschäftigt bin?

Wenn wir bei solchen Fragen ins Grübeln kommen, wen wundert es dann, dass wir erst recht bei den großen Lebensfragen ins Grübeln kommen.

Mache ich mich selbständig oder suche ich mir doch eine andere Stelle? Verlasse ich meine/n Partner/in oder gebe ich ihr/ihm noch eine Chance?

 

Der Zweifel hinter der Entscheidung

Jedes Mal wenn eine Entscheidung schwerfällt oder infrage gestellt wird, meldet sich unser innerer Kritiker. An dieser Stelle ein Tipp: Wer dazu neigt, in der Öffentlichkeit laut mit sich selbst zu sprechen, sollte sich ein kabelloses Headset zulegen und bei einem lauten Selbstgespräch in der Öffentlichkeit ins Ohr stecken. Das schützt vor seltsamen Blicken und Kommentaren.

Aber zurück zu dem inneren Kritiker. Bei näherer Betrachtung weist uns der Gute auf die Zweifel hin, die wir in Bezug auf die Entscheidung hegen. Und wenn der Zweifel tiefergehend betrachtet wird, verbirgt sich nicht selten eine essenzielle Fragestellung dahinter, also Fragen wie „Was macht mich wirklich glücklich?“ oder „Wie bleibe ich mir selbst am ehesten treu?“.

 

Die Angst neben der Fülle

Nicht nur Überfluss und Freiheit erzeugen Entscheidungsstress, sondern auch die Angst, eine falsche Wahl zu treffen erzeugt Stress. Besonders Perfektionisten ist diese Thematik bekannt. Für sie ist es ein Leichtes, aus jeder anstehenden Entscheidung eine Prüfung mit der Qualität einer Abschlussprüfung zu machen. Es hat den Anschein, als ob es nur eine richtige Antwort gäbe. Gedanken wie „wenn das, wofür ich mich entscheide nicht zu mir passt, werde ich es bereuen“ oder „wenn das, was ich möchte, den anderen nicht gefällt“ werden dann zu unüberwindbaren Hindernissen.

 

Vernünftig oder zufrieden

Bei wichtigen Dingen, wie zum Beispiel dem Kauf eines Hauses oder dem Wechsel des Arbeitsplatzes, neigen wir zu analytischen Lösungen. Wir suchen Argumente dafür und dagegen. Diese analytische Herangehensweise setzt voraus, dass alle denkbaren Konsequenzen berücksichtigt werden, und hier ist der Haken. Niemand kann alle Konsequenzen in eine Entscheidung einbeziehen, da nie alle bekannt sind. Sinnvoll ist es an dieser Stelle, die eigene Zufriedenheit auf den Prüfstand zu stellen, also zu überlegen: Bei welcher Wahl fühle ich mich wohler?

 

Angst ist ein schlechter Ratgeber

Viele Entscheidungen werden aus Angst nicht getroffen. Diese Angst resultiert häufig aus einem „Richtig oder Falsch denken“. Jedoch geht es bei Entscheidungen nicht um richtig oder falsch. Es geht um die eigene Entwicklung. Jede Entscheidung, gleich ob getroffen oder vermieden, formt die Persönlichkeit.

Wenn eine Entscheidung schwerfällt, ist manchmal eine Frage hilfreich: „Was für ein Mensch möchte ich sein“?

 

Noch bis zum 30.04.2017 zum Einführungspreis: Souveränität ist lernbar!

Hier finden Sie weitere Informationen!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.