Innere Stärke

Für viele meiner Kunden ist der Auf- beziehungsweise Ausbau von innerer Stärke ein großes Anliegen.

Seit 2008 begegnet mir dieses Thema mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt in meinen Coachings und Seminaren.

Da Resilienz und Stress in einer leistungsorientierten Gesellschaft häufig diskutierte Punkte sind, habe ich hier eine Liste mit den Schlüsselfaktoren zusammengetragen, die von meinen Kunden und Seminarteilnehmern als wichtig in diesem Zusammenhang eingestuft wurden. Die Reihenfolge der Punkte ist zufällig.

 

  1. Hol dir Unterstützung

In der Transaktionsanalyse gibt es das Konzept der inneren Antreiber. Einer davon ist „Sei immer stark“. Doch wer wirklich stark ist und sich selbst bewusst, kann sich auch einmal eine Schwäche leisten und sich zu gegebener Zeit Unterstützung holen.

 

  1. Lass die Vergangenheit hinter dir

Eines der größten Hindernisse um (wieder) Freude am Leben zu haben ist Verbitterung. Eine Verbitterung entsteht in den meisten Fällen aus einer erfahrenen Kränkung die aufrechterhalten wird. Vergeben oder verzeihen sind in diesem Zusammenhang große Worte. Für einige Menschen ist das möglich, für andere nicht. Viel entscheidender jedoch ist die Integration des Erlebten in die eigene Lebensgeschichte. Die Integration ermöglicht die zeitliche Einordnung des Geschehenen und nimmt es so aus gegenwärtigen oder zukunftsorientierten Denkprozessen.

 

  1. Zynismus vermeiden

An manchen Tagen scheint die Sonne heller als an anderen. Auch an den weniger sonnigen Tagen empfiehlt es sich im Sinne der inneren Stärke, ein offenes Ohr für die Belange anderer Menschen zu haben und sie weder zynisch noch abfällig zu behandeln.

 

  1. Selbstfürsorge

„Wie sorge ich für mich selbst?” oder “Was tue ich heute Gutes für mich?“ sind Fragen, die die Selbstfürsorge fördern und somit auch die innere Stärke.

 

  1. Perfektionismus und Leistungsbereitschaft 24/7

Eine ständige Leistungsbereitschaft an 365 Tagen, rund um die Uhr und Fragen wie:

  • Werde ich bei dieser Aufgabe etwas falsch machen?
  • Genüge ich den Anforderungen (meinen und denen meines Umfeldes)?
  • Was denken die Anderen über mich?

sind für den Auf- beziehungsweise Ausbau einer inneren Stärke hinderlich.

 

  1. Und noch einmal

„Und warum fallen wir, Sir? Damit wir lernen können, uns wieder aufzurappeln.“ Alfred Pennyworth zu Bruce Wayne in dem Film “Batman Begins”.

Scheitern gehört zum Menschsein und zu der persönlichen Entwicklung dazu. Die entscheidende Frage ist lediglich: Welche Ideen entwickle ich aus meinem Scheitern?

Einige bleiben in ihrer Komfortzone, indem sie sagen oder denken „Ich habe doch gewusst, dass ich es nicht kann“, andere bauen auf dem neugewonnenen Wissen auf, üben weiter und wachsen im Laufe der Zeit. Sie entwickeln dadurch eine Überzeugung der Selbstwirksamkeit.

 

  1. Abstand nehmen

Bewusste Pausen und Auszeiten dienen dazu, Erfahrungen zu verarbeiten und sich neu aufzustellen (Heute schon Pause gemacht?).

 

  1. Dankbarkeit

Auch Dankbarkeit ist ein gravierender Punkt, um innere Stärke zu gewinnen: Dankbarkeit dafür, was uns im Leben unerwartet und vermeintlich auch unverdient geschenkt wurde. Aber auch Dankbarkeit für das, was uns im Leben erspart blieb.

 

  1. Humor

Frei nach Monty Pythons “Always look on the bright side of life”, hat jede stressige oder angsteinflößende Situation an irgendeinem Punkt eine klitzekleine humorvolle Facette.

 

  1. Wahlmöglichkeiten

Für jede Entscheidung gibt es mehr als nur eine Möglichkeit. Manche erscheinen auf den ersten Blick abwegig. Jedoch kann sich bei genauerem Hinschauen eine neue Option ergeben (Heute schon entschieden?). Auch das Entwickeln von Wahlmöglichkeiten erhöht die Selbstwirksamkeit und dient der inneren Stärke.

 

Ich wünsche Ihnen/dir, dass der eine oder andere Punkt Sie/dich dabei unterstützt, die vorhandene innere Stärke weiter auszubauen.

 

Souveränes Verhalten ist lernbar!

Referenzen und Kundenmeinungen:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.