Perfektionismus

Typisch Perfektionist

 

Als einen Perfektionisten bezeichnet man jemanden, der sich nur dann wohlfühlt, wenn seine Leistung perfekt ist. Dieser Charaktereigenschaft des Perfektionismus, spezifischer der perfektionistischen Besorgnis, begegnet man vor allem bei Menschen, die über eine hohe Kompetenz verfügen, jedoch ein niedriges Selbstwertgefühl besitzen.

Was für Perfektionisten typisch ist

Menschen mit einem Hang zur perfektionistischen Besorgnis neigen dazu:

  1. sobald sie ein definiertes Ziel erreicht haben, dieses zu relativieren und sich ein weitaus höheres Ziel zu stecken. Die Motivation dazu liegt in der Aufrechterhaltung des erlebten Glücksmoments. Da der erlebte Glücksmoment des erreichten Zieles nach kurzer Zeit verblasst, muss das nächste Ziel erreicht werden um sich wieder für einen kurzen Zeitraum glücklich zu fühlen. In seinem Inneren ahnt ein Perfektionist jedoch bereits, dass sich nach dem Erreichen des neuen Zieles kurze Zeit später wieder die Unzufriedenheit einstellt.
  2. aufgrund der enorm hohen Anforderungen, die sie an sich stellen, unverhältnismäßig hart zu arbeiten. Ein totaler Erschöpfungszustand, auch bekannt als Burnout, ist dann häufig das ungewollt erreichte Ergebnis. Und auch wenn der totale Erschöpfungszustand ausbleibt, ist das Leben eines Perfektionisten wegen der Angst zu scheitern immens stressig.
  3. sich wegen ihrer Angst selbst zu sabotieren. In wichtigen oder kritischen Momenten steigt die Angst zu versagen so an, dass durch diesen Druck gar nichts mehr geht. Der Druck entsteht jedoch nicht aus der Sache selbst, sondern vielmehr aus dem Gedanken heraus, dass ein Scheitern einer alles zerstörenden Katastrophe gleichkommt.

Wir benötigen Ziele und Erfolge, um zu wachsen und uns weiterzuentwickeln. Daher ist gut, zu hinterfragen, wie wünschenswert ein Erfolg ist, der mit so viel Stress und Unsicherheit verbunden ist. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass eine aufgabenorientierte Einstellung, wie wir sie auf der Ebene des perfektionistischen Strebens finden und eine weniger egoorientierte Einstellung gegenüber den eigenen Leistungen zu vielleicht besseren, auf jeden Fall jedoch stressfreieren Ergebnissen führt.

 

 

Hier geht es zum Online-Coaching: Raus aus der Perfektionismusfalle! 

Kundenmeinungen zu meiner Arbeit:


 

 

 

Von mir erwarte ich viel, bei anderen bin ich nachsichtig

Im Mai 2012 schrieb ich den Blogbeitrag „Willst du Recht haben oder glücklich sein? Beides gleichzeitig geht nicht.“, in dem ich das Thema Fehlersensibilität, welches auf der Ebene der perfektionistischen Besorgnis angesiedelt ist, näher betrachtete.

In den letzten beiden Jahren ist mir in meinen Perfektionismus-Seminaren und Coachings ein weiterer, für mich bis dato neuer Aspekt der Fehlersensibilität aufgefallen. Weiterlesen...

Wen lassen wir über uns bestimmen?

Unser Alltag wird nicht nur von Gefühlen sondern auch von Gedanken maßgeblich bestimmt. Unsere subjektiven Denkprozesse konstruieren wir aus Erfahrungen, Prägungen, Wissen, Erziehung, Veranlagungen und gesellschaftlichen Einflüssen. Weiterlesen...

Was hilft nachhaltig im Umgang mit dem eigenen Perfektionismus?

In den zurückliegenden Tagen habe ich meine langjährige Arbeit mit Perfektionisten einmal unter der Fragestellung “Was hat meinen Kunden im Umgang mit ihrem Perfektionismus nachhaltig geholfen?” betrachtet. Weiterlesen...

Perfektionismus als Selbstsabotage

 

Selbstsabotage hat viele Ausprägungen und kann mal mehr, mal weniger ausgebildet sein. Eine weit verbreitete Art der Selbstsabotage ist das Streben nach Perfektionismus. (Weiterführende Informationen finden Sie hier: Was ist Perfektion?)

Weiterlesen...

Typische “perfekte” Redewendungen

Bla

Unsere Wortwahl resultiert aus unserem Denken heraus und beschreibt unser Handeln und die dahinter liegende Motivation. In diesem Beitrag habe ich die häufigsten Redewendungen zusammengetragen, welche von Perfektionisten und übermäßig selbstkritischen Menschen genutzt werden. Die hier dargestellte tiefer liegende Motivation, aus der heraus eine Redewendung benutzt wird, resultiert aus der Auswertung meiner Coachingprotokolle. Weiterlesen...

“Ich bin nichts wert” – und die damit verbundenen Risiken

„Ich fühle mich wertlos“ oder „Ich bin nichts wert“ sind Sätze, mit denen ich in Coaching- und Therapiesitzungen häufig konfrontiert werde. Gerade im Sprachgebrauch von Perfektionisten und Menschen mit einem übersteigerten selbstkritischen Blick sind diese Sätze stark vertreten. Weiterlesen...

Selbstkritik ist vergangenheits- oder zukunftsorientiert!

Eine Beobachtung die ich in meiner Arbeit mit übermäßig selbstkritischen Menschen mache ist, dass die Selbstkritik zeitbezogen und abwertend beziehungsweise strafend stattfindet.

Der Zeitbezug der Selbstkritik liegt entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft. In ganz wenigen Fällen ist der Zeitbezug der Selbstkritik der jetzige Augenblick.

Weiterlesen...

Perfektionisten und das Burnout-Syndrom

Perfektionisten sind durch ihre Auffassung von hoher Arbeitsqualität und Arbeitsleistung besonders anfällig für das Burnout-Syndrom. Einem Burnout geht ein schleichender Prozess voraus, der sich über Monate oder gar Jahre hinziehen kann. Häufige Ursachen für ein Burnout-Syndrom sind eine Mischung aus chronischer Überlastung, Stress und Frustration in Bezug auf Arbeitsleistung und Arbeitsqualität, drei Bereiche in denen Perfektionisten Kernkompetenzen besitzen. Weiterlesen...

Der Blick durch die Fehlerbrille

Perfektionisten betrachten ihre Welt bevorzugt durch eine Fehlerbrille. Egal wie sie in den Besitz ihrer Fehlerbrille gekommen sind, ist das durch die Brille Sichtbare identisch, die eigenen ebenso wie die Fehler anderer. Weiterlesen...