Selbstbehauptung

Selbstbehauptung

Selbstbehauptung hat viel mit der Wahrung der eigenen Grenzen und der Grenzen anderer zu tun. Daher ist dieser Beitrag eine Weiterführung meines Artikels “Grenzverletzungen und der damit verbundene Verlust an Souveränität“.

 

Von Gleich zu Gleich

Selbstbehauptung findet täglich in jeder zwischenmenschlichen Interaktion statt. Das bedeutet, dass die eigenen Interessen gewahrt und gegebenenfalls durchgesetzt werden, dabei jedoch ausnahmslos von Gleich zu Gleich zu denken, zu sprechen und zu handeln ist.

 

Aggressives Durchsetzen

Selbstbehauptung unterscheidet sich deutlich vom aggressiven Durchsetzen des eigenen Willens. Viele meiner Klienten die an Ihrer Souveränität arbeiten vertreten zu Beginn des Coachingprozesses die Meinung, dass sie ihre Interessen nur mit einem hohen Maß an Aggressivität oder Manipulation durchsetzen können.

Bei der Reflexion von Situationen stellen meine Klienten jedoch schnell fest, dass durch diese Verhaltenstaktiken in den meisten Fällen negative Reaktionen auf der Gegenseite erzeugt werden. Die Palette reicht vom aggressiven Gegenangriff über sich verschließen, ausweichen, nörgeln, bis hin zum demonstrativem Leiden.

Wer also seine Interessen aggressiv durchsetzen will sollte mit heftigen emotionalen Reaktionen auf beiden Seiten rechnen, die eine Konfliktlösung verhindern.

 

Nachgeben

In kritischen Alltagssituationen wägen Menschen immer wieder ab, ob es sich lohnt, laut zu werden oder lieber ruhig zu bleiben. Wenn ein Mensch laut wird muss er damit rechnen, eine gleichwertige oder sogar heftigere Reaktion auszulösen. Ruhiges Verhalten hat zwei Ausprägungen: die souveräne – auf die ich später eingehe – und die nachgiebige Ausprägung die aus der Intention heraus, kein Aufsehen erregen zu wollen, entsteht.

Hierbei geben Menschen, je öfter sie dies tun, mehr und mehr Boden preis. Sie lassen die Unhöflichen, die Übergriffigen, die Frechen, die Gedankenlosen oder die Zudringlichen schalten und walten. Sie verzichten darauf, angemessen zu reagieren und dadurch die eigenen Grenzen zu schützen. Stetiges Wiederholen eines Verhaltens wird zur Gewohnheit.

 

Folgen der Gewohnheit

Jede hingenommene Grenzverletzung trägt auf Dauer dazu bei, das Selbstwertgefühl zu schwächen. Dies kann im Laufe der Zeit zu Frustration und Ärger auf das Umfeld oder auf sich selbst führen. Ein defensives Verhalten kann einsetzen, Misstrauen gegenüber anderen Menschen oder Veränderungen können die Folge sein oder im schlimmsten Fall das Einsetzen einer depressiven Störung.

Setzt sich ein Mensch auf Dauer, durch zu aggressives Verhalten in wichtigen und weniger wichtigen Situationen, durch, kann das auch gesundheitliche und soziale Folgeschäden nach sich ziehen. Anlässe um sich zu ärgern gibt es täglich reichlich.

 

Souveränes ruhiges Verhalten

Betrachten wir uns nun, was hilfreich ist für ein souveränes und ruhiges Verhalten zur Selbstbehauptung.

In meinen Trainings und Coachings wird seitens der Teilnehmer, meistens direkt am Anfang, der Wunsch nach Werkzeugen und Techniken zur Selbstbehauptung geäußert. Leider ist es mit einer einfachen Technik an dieser Stelle nicht getan. Was nutzt Ihnen das beste Allroundwerkzeug, wenn Sie es, aus Angst es könnte kaputt gehen, nicht einsetzen?

Selbstbehauptung resultiert aus Selbst-bewusst-sein. Wenn ich mir bewusst bin, WAS und WARUM in der aktuellen Situation meinen Selbstwert schwächt, fällt es mir leicht, eine Grenze zu ziehen und meinen Selbstwert zu schützen.

Die nachfolgenden Fragen dienen als Hilfestellung.

  • Welche Emotion nehme ich in diesem Moment in dieser Situation wahr?
  • Was steht hinter dieser Emotion?
  • Was ist meine Verantwortung an der aktuellen Situation?
  • Was habe ich zu dem Status Quo beigetragen (positiv und negativ)?
  • Betrachte ich den anderen als gleichwertig?
  • Bringe ich die Fairness auf, ihm meine Wünsche und meine Lage überhaupt ausführlich erklären zu wollen?
  • Kann und will ich die Perspektive des anderen für wenigstens einen Augenblick einnehmen?

 

Um in einer stressigen Situation ruhig und souverän zu agieren, bedarf es der Übung. Eventuell sind Sie bereits in der Lage, sich jetzt schon in einer Situation diesen Fragen zu stellen und sie auch zu beantworten, um souverän zu bleiben.

Sollte dies nicht der Fall sein, ist es für den Anfang empfehlenswert, mit diesen Fragen an zurückliegenden Situationen zu üben.

 

Souveränität ist lernbar

Hallo,

im Moment entwickle ich ein mehrmoduliges Online-Coachingprogramm in dem Souveränität lernbar ist.
Das Coachingprogramm besteht aus Audio- und Pdf-Dateien zum Selbstcoaching und ein bis zwei Coachingsitzungen, die telefonisch, via Skype oder auch persönlich stattfinden.

Aktuell steht das erste Konzept mit Inhalten für das Coachingprogramm. Daher lade ich Sie ein, mir Ihre Wünsche und Anliegen mitzuteilen, so dass diese in eine optimale Gestaltung des Coachingprogramms einfließen können.

Wenn Sie über den Fertigstellungstermin und die Inhalten des Online-Coachingprogramms informiert werden wollen, teilen Sie mir dies bitte mit dem nachfolgenden Kontaktformular mit.

Ich freue mich auf Ihre Mitgestaltung und wünsche Ihnen eine gute Zeit

Peter Hupke

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