Stress

Angst um den Arbeitsplatz, schlaflose Nächte wegen finanzieller Probleme, Panik vor der nächsten Prüfung oder Termindruck im Projekt – vor Stress im Alltag ist niemand sicher.

 Was ist Stress?

Stress ist eine generelle körperliche Aktivierung, die als Reaktion auf eine Gefährdung entsteht und den gesamten Organismus auf „Kampf oder Flucht“ vorbereitet.

Die Evolution hat dafür gesorgt, dass die Stressreaktion als Kampf-oder-Flucht-Reaktion einfach und effektiv abläuft. Der menschliche Organismus nimmt durchgehend Reize auf und verarbeitet sie. Manche dieser Reize sorgen in bestimmten Situationen für Stressreaktionen.

Ein eintreffender Reiz wird von den Sinneszellen aufgenommen und an den Thalamus (limbisches System) geleitet. Dort entsteht ein ungenaues Bild der Situation. Abhängig davon, ob die Situation als gefährlich eingeschätzt wird oder nicht, erfolgen nun unterschiedliche Reaktionsabläufe, die sich in der Vergangenheit als praktikabel erwiesen haben.

 

Wie entsteht Stress?

Stress wird in der Regel durch Situationen/Ereignisse ausgelöst. Solche Stress auslösenden Situationen nennt man auch Stressoren.

Stressoren können sein: äußere Umstände (Lärm, Hitze, Kälte, usw.), äußerliche Ereignisse (z. B. Verletzungen), negative Gefühle (Angst, Anspannung, usw.), Worte eines anderen Menschen (Vorwurf, Kritik, usw.), Wahrnehmungen (Unfall, Überfall, usw.), aktuelle Gedanken, Erinnerungen.

Stressreaktionen können in drei Ebenen unterschieden werden:

  • Mentale Reaktionsebene (Gedanken und Gefühle)
  • Reaktion im Verhalten
  • Körperliche Reaktionen

Stress entsteht, wenn die Spannung im Organismus zunimmt. Er ist vergleichbar mit einem Gaspedal, das im Leerlauf schnell durchgetreten wird. Die Drehzahl erhöht sich schlagartig. Typische körperliche Veränderungen sind geistige Aktivierung, Anspannung der Muskulatur, flacher schneller Atem, schwitzen, höherer Blutdruck, beschleunigter Puls.

 

Eine subjektive Empfindung

Menschen reagieren unterschiedlich auf Stress. Was für den einen eine stressige Situation ist, ist für den anderen eventuell eine Situation, die er mit einem Lächeln im Gesicht meistert.

Eine Erklärung hierfür liegt im eigenen Wertesystem und in der individuellen Bewertung einer Situation begründet. Stressresistente Menschen sind sich ihres Bewertungssystems bewusst.

 

Positiver und negativer Stress

Häufig wird positiver (Eustress) und negativer (Disstress) Stress unterschieden. Meines Erachtens ist diese Unterscheidung überflüssig. Stress bleibt Stress, gleich ob positiv oder negativ. Die Situationen mögen verschieden sein, jedoch ist das Stressreaktionsmuster im Körper gleich, und je länger ein Mensch dem Stress ausgesetzt ist, desto schädlicher wird dieser.

Nicht selten wollen Menschen ihren beruflichen Stress durch überzogene Freizeitaktivitäten ausgleichen. Stress auf der Arbeit kann der Psyche schaden. Um dies zu kompensieren, geht man stundenlang joggen, stemmt unnötig oft Gewichte oder verplant jede freie Minute mit Freunden. Aber wann bekommen der Körper und das Immunsystem die Möglichkeit zur Regeneration?

 

Mut zur Faulheit!

Müßiggang ist für viele Menschen vertane Zeit. Es muss immer etwas gemacht oder erledigt werden. Einfach nur im Gras liegen, auf einer Parkbank in der Sonne sitzen oder ein spazieren gehen im Wald bestraft der innere Antreiber sofort mit einem schlechten Gewissen. Jedoch sind es solche Momente, in denen wir zur Ruhe kommen und Energie tanken können. Ein zwanzigminütiger Mittagsschlaf sorgt für neue Energie und eine Steigerung der Konzentration. Nutzen Sie durch Fleiß und Effizienz gewonnene freie Stunden für sich und verplanen Sie diese Zeit nicht mit neuen Aufgaben, die zu weiterem Stress führen können. Lassen Sie Ihre Freizeit nicht von der Uhr oder privaten Terminen diktieren. Sagen Sie ruhig auch private Termine nach der Arbeit ab, wenn Sie erschöpft sind.

 

Onlineseminar Oster-Special!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.