Triebfeder Scham

Triebfeder Scham

Viele Projekte, gleich ob es sich um Ideen eines einzelnen Menschen oder einer Gruppe handelt, bleiben unvollendet oder werden erst gar nicht begonnen, aus Angst zu versagen.

Wobei das Versagen noch nicht einmal das Schlimme beziehungsweise Schmerzhafte ist, es ist den Betroffenen vielmehr peinlich ihrem sozialen Umfeld gegenüber.

Vor allem Perfektionisten sind bei der Entwicklung von Strategien zur Vermeidung peinlicher Situationen unglaublich kreativ. Leider ist diese Kreativität zeit- und kräfteraubend und führt die Betreffenden häufiger als es gesund ist an ihre physischen und psychischen Grenzen.

 

Scham, die kaum beachtete Triebfeder

In vielen Situationen, in denen Menschen wütend oder ängstlich reagieren, ist es empfehlenswert, hinter die Reaktion zu schauen. Häufig wird die aufkommende Scham durch Wut oder Angst überspielt und unterdrückt. Durch das Unterdrücken der Scham wird sie zu einem Tabu, und über Tabus spricht „man“ bekanntlich nicht. Also bleibt nur die zeit- und kräfteraubende Entwicklung einer Vermeidungsstrategie.

 

Formen der Scham

Stephan Marks beschreibt sechs Formen von Scham, die Menschen in ihrem täglichen Leben beeinflussen:

 

Anpassungs-Scham

Diese Scham bezieht sich auf die eigene Person und orientiert sich an den Bewertungen des sozialen Umfelds. Menschen schämen sich für ihr Aussehen, Eigenschaften oder Fähigkeiten. Auch wenn Leistungserwartungen von anderen nicht erfüllt werden oder der Arbeitsplatz verloren wurde, kann dieses Schamgefühl entstehen.

 

Gruppen-Scham

Die Scham wird hier auf eine andere Person ausgedehnt. Eine Tochter schämt sich für die suchtkranke Mutter. Der Sohn schämt sich für den Vater, weil der sich nicht gegen das abwertende Verhalten der Mutter/Kollegen/Verwandten zur Wehr setzt.

Diese Scham kann auch durch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder Nation ausgelöst werden.

 

Empathische Scham

Auch diese Form von Scham bezieht sich auf andere Menschen. Wird zum Beispiel ein Mensch Zeuge einer Beschämung, schämt er sich bei der empathischen Scham mit. Die empathische Scham ist die Grundlage für Mitgefühl, Solidarität und Freundschaft.

 

Intimitäts-Scham

Diese Scham-Form bezieht sich auf die eigene Person und dient zum Schutz der Intim- und Privatsphäre. Sie schützt die körperlichen und seelischen Grenzen, sowie die eigene Identität.

 

Traumatische Scham

Durch die Verletzung der Intimitäts-Grenze kann bei den Betroffenen eine pathologische bis traumatische Scham entstehen.

 

Gewissens-Scham

Dieses Schamgefühl kann durch den Verstoß gegen geltende Normen oder Gesetze, gegen das eigene Gewissen oder das eigene Ich-Ideal entstehen.

 

Umgang mit Scham

Scham lähmt Menschen und begrenzt, beziehungsweise blockiert ihre Handlungsfähigkeit. Sie verhindert auch, dass einige Situationen als Genuss empfunden werden können.

Die nachfolgenden Fragen können einen kleinen Anhaltspunkt geben, ob der bisherige Umgang mit der eigenen Scham brauchbar oder veränderungswürdig ist:

  • Wofür schäme ich mich?
  • Was bleibt mir dadurch verwehrt?
  • Welche Bereicherung tritt durch die Integration des Verwehrten in mein Leben?

 

Raus aus der Perfektionismusfall

Hallo,

mein mehrmoduliges Online-Coachingprogramm „Raus aus der Perfektionismusfall“ befindet sich in den letzten Zügen der Fertigstellung.
Das Coachingprogramm besteht aus 10 Audio- und Pdf-Dateien zum Selbstcoaching und 2 Coachingsitzungen, die telefonisch, via Skype oder auch persönlich, in der Mitte und am Ende des Coachingprozesses stattfinden.

Wenn Sie über den Fertigstellungstermin und die Inhalten des Online-Coachingprogramms informiert werden wollen, teilen Sie mir dies bitte mit dem nachfolgenden Kontaktformular mit.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit
Peter Hupke

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