Und was ist, wenn es anders sein könnte?

Viele der wichtigen und prägenden Erfahrungen im Leben eines Menschen werden in der Kindheit und der frühen Jugend gesammelt. Die eigene Beurteilung jeder dieser Erfahrungen kann im Verlauf des weiteren Lebens Einfluss darauf nehmen, ob ein Mensch Herausforderungen annimmt oder ob er ihnen besser aus dem Weg geht. 

Interessanterweise halten Menschen stärker an negativen als an positiven Erfahrungen fest, welche sie dann auch in ihre Selbstbeschreibung einfließen lassen. Dies sorgt dafür, dass das eigene Selbstbild auf einige (meist negative) persönliche Eigenschaften oder prägende Erfahrungen verengt wird und auf diese Weise lebensbeeinflussende Glaubenssätze entstehen wie:

  • Mich liebt eh keiner.
  • Ich bin eben ein ängstlicher Mensch.
  • Immer passiert mir so etwas.
  • Usw.

entstehen.

Die Geschichte, die ich für mein Leben halte

Jeder Mensch ist auf die eine oder andere Weise ein geschickter Geschichtenerzähler. In vielen Fällen hat er die Angewohnheit, zu der Geschichte zu werden die er erzählt oder auch nur denkt. Durch die stetige Wiederholung beziehungsweise das Durchdenken der Erzählung verfestigt sich die Geschichte in der Wirklichkeit. Je nachdem in welchem Rahmen der Geschichtenerzähler seine Geschichte erzählt beziehungsweise durchdenkt, kann er innerhalb von Grenzen gefangen sein, die er selbst erzeugt.

Umdeuten von Ereignissen und Situationen

Das Neurolinguistische Programmieren (NLP) und die systemische Beratung/Therapie bedienen sich des sogenannten Reframings. Das Reframing dient dazu, sofern die Bereitschaft vorhanden ist, Inhalte und Beschreibungen von Ereignissen und Situationen zu hinterfragen und aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Denn die Art, wie Menschen über ein Problem denken und sprechen, bestimmt die Qualität des Problems.

Im Reframing geht es nicht darum, unbedingt eine positive Beschreibung zu finden. Vielmehr dient das Reframing dazu, sich aus der Faszination des Defizits zu lösen und den Blick auf Chancen und Möglichkeiten zu richten. Dadurch wird versucht, einen prägnanten Unterschied zu der bisherigen Wirklichkeitssicht herzustellen.

Reframing-Arten

Es lassen sich drei verschiedene Formen von Reframing unterscheiden:

Bedeutungsreframing

Durch ein Bedeutungsreframing wird einem Problem ein anderer Sinn verliehen.

Beispiel: Mein Chef ist einfach kleinlich.

Bedeutungsreframing: Sie können sich sicher sein, dass Sie da einen Vorgesetzen haben, bei dem Ihnen kein Fehler unterläuft.

 

Kontextreframing

Bei einem Kontextreframing wird ein passender Rahmen gesucht, in dem das Problem sinnvoll wäre, ja vielleicht sogar die beste Lösung darstellt.

Beispiel: Mein Chef ist einfach kleinlich.

Kontextreframing: Wenn Ihre Abteilung von einem externen Auditor geprüft wird, brauchen Sie in Ihrem Betrieb jedenfalls keine Befürchtungen zu haben.

 

Inhaltsreframing

Bei einem Inhaltsreframing wird versucht, das Problem und die dahinter liegende gute Absicht zu trennen. Der Unterschied zu den beiden vorgenannten Reframing-Möglichkeiten liegt darin, dass die negative Sichtweise des Problems bestehen bleibt.

Beispiel: Mein Chef ist einfach kleinlich.

Inhaltsreframing: Er will wohl sein Team zu Bestleistungen bringen. Gibt es eventuell noch andere Wege dies zu tun?

 

Welche Episode Ihrer (Lebens)Geschichte möchten Sie qualitativ verändern und welches Reframing hilft Ihnen dabei?

 

Souveränes Verhalten ist lernbar!

Kundenmeinungen zu meiner Arbeit: 

 

 

 

 

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